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Boulevard

Himmelsscheibe von Nebra in Berlin

Archäologie

Samstag, 23. Dezember 2017 - 12:46 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Halle/Berlin. Die Himmelsscheibe von Nebra wird normalerweise nicht ausgeliehen. Deswegen hat sie seit zehn Jahren das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle/Saale nicht verlassen. Jetzt tritt sie eine Reise an, um bei den besten Funden Deutschlands dabei zu sein.

Normalerweise ist die Himmelscheibe von Nebra im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Sachsen-Anhalt) zu sehen. Im nächsten Jahr kommt sie für sechs Wochen nach Berlin, um die Archäologieausstellung „Bewegte Zeiten - Archäologie in Deutschland“ zu bereichern. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild

Die Himmelsscheibe von Nebra geht wieder auf Reisen. „Vom 21. September bis Anfang November 2018 ist die Scheibe für sechs Wochen in der nationalen Archäologieausstellung „Bewegte Zeiten - Archäologie in Deutschland“ im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen“, sagte Matthias Wemhoff.

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Der Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin fügte hinzu: „Das ist ein Novum, weil die Himmelsscheibe sonst nicht ausgeliehen wird. Aber bei den besten Funden Deutschlands darf sie natürlich nicht fehlen.“

Die 3600 Jahre alte, grünlich schimmernde Scheibe zeigt die weltweit älteste bekannte, konkrete Darstellung astronomischer Phänomene. Raubgräber mit Metallsuchgeräten hatten die Scheibe als Teil eines Bronzeschatzes 1999 bei Nebra in Sachsen-Anhalt entdeckt. Die Schweizer Polizei stellte 2002 den Fund sicher. Seit 2008 ist die Scheibe im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle/Saale zu sehen.

Zuletzt war die Himmelsscheibe außerhalb Sachsen-Anhalts 2007 in Basel (Schweiz) zu sehen. Davor war sie in Österreich und Dänemark ausgestellt worden. Die Schau in Berlin soll insgesamt bis zum 6. Januar 2019 laufen. Gezeigt werden mit insgesamt 3000 Fundobjekten die spektakulärsten Stücke aus allen 16 Bundesländern.

Die neue Ausstellung ist nicht chronologisch, sondern in vier Themengebiete geordnet. Dazu gehören Wanderung, Konflikt, Waren- sowie Ideenaustausch. „Die Schau soll deutlich machen, dass Europa immer vernetzt war und nur als Gesamtheit von Kultur- und Wirtschaftsraum zu begreifen ist“, sagte Wemhoff.

Die Archäologie-Ausstellung in Berlin ist nach 1975 und 2003 die dritte nationale Schau dieser Art. Anlass ist das Europäische Kulturerbejahr 2018.

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