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Jazzsaxofonist Lee Konitz mit Coronavirus gestorben

Musik

Donnerstag, 16. April 2020 - 14:50 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa New York. Einer der „Architekten“ des Modernen Jazz und Erfinder des „Cool Jazz“, Lee Konitz, ist tot. Seine Karriere währte über sieben Jahrzehnte.

Der US-amerikanische Komponist und Saxofonist Lee Konitz ist gestorben. Foto: Jorge Zapata/EFE/EPA/dpa

Der US-amerikanische Jazzmusiker Lee Konitz ist an den Folgen einer Erkrankung mit Covid-19 gestorben. Der Alt-Saxofonist erlag dem US-Radiosender NPR zufolge am Mittwoch in einem New Yorker Krankenhaus im Alter von 92 Jahren einer Lungenentzündung.

NPR berief sich auf Konitz' Sohn, der dem Sender den Tod seines Vaters bestätigt habe. Auch auf der Facebookseite des Musikers hieß es: „Mit großer Trauer müssen wir verkünden, dass Lee Konitz gestern an den Komplikationen durch Covid-19 gestorben ist“.

Konitz gilt als einer der „Architekten“ des Modernen Jazz und Erfinder des „Cool Jazz“. Er spielte in seiner über 70 Jahre währenden Karriere eine wichtige Rolle bei den legendären Jazz-Sessions „Birth Of The Cool“ (1948 bis 1950) unter Miles Davis und Gil Evans.

Konitz wuchs in Chicago auf und war tief verwurzelt im Stil dieser Stadt. Außerdem hatte seine mehr als 150 Alben nach Einschätzung von Kritikern erheblichen Einfluss auf die Evolution des europäischen Jazz. 2013 wurde Konitz für sein Lebenswerk mit der „German Jazz Trophy“ geehrt.

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