Boulevard

Josef Hader genießt die Butterseite des Lebens

Film

Donnerstag, 25. Februar 2021 - 12:36 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Zu normalen Zeiten haben Kabarettisten wie der Österreicher Josef Hader viel zu erzählen. Derzeit ist die Kultur zu, aber Hader erträgt es mit Fassung. Er schreibt viel.

„Ich habe das Filmimage, immer zu trinken und zu rauchen, doch so schlimm ist es nicht“, wird Hader in dem Interview zitiert. Foto: Felix Hörhager/dpa

Kabarettisten stehen viel auf der Bühne. Leidet der Österreicher Josef Hader (59) nun unter Bedeutungsverlust, wo man wegen der Pandemie nicht auftreten kann? „Da bin ich entspannt“, sagte er dem „Tagesspiegel“ (Donnerstagausgabe).

„Vielleicht aus Hormonmangel, weil ich zu wenig Testosteron habe. Männer, die unter der Last ihrer Bedeutung ächzen, sind mir unangenehm.“

Hader arbeitet auch als Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur („Wilde Maus“). „Ich bin in der Pandemie ein bisschen auf die Butterseite gefallen, weil ich eh ein Schreibjahr eingelegt habe, um ein Kabarettprogramm und das Drehbuch für den Kinofilm zu schreiben, die Provinzgeschichte, die wir im Herbst drehen“, sagte er.

Eine Gewohnheit hat er nach eigenen Angaben aufgegeben. „Ich habe das Filmimage, immer zu trinken und zu rauchen, doch so schlimm ist es nicht“, wird Hader in dem Interview zitiert. „Rauchen habe ich aufgegeben. Das mache ich nur noch in Filmen, mit Kräuterzigaretten, weil es für einen unbeholfenen Schauspieler wie mich angenehmer ist, etwas in der Hand zu haben.“

In dem Interview geht es auch um Ingwer-Kurkuma-Tee - und um das Nichts. „Ich glaube, dass das Nichts besonders bedrohlich ist, wenn man es ignoriert“, sagte Hader. „Am wenigsten kann es einem anhaben, wenn man es fixiert. Das ist gestohlen, von Gustave Flaubert, meinem Lieblingsautor. Der empfiehlt, fest in den Abgrund zu schauen und ein paarmal zu sagen: Das ist so, das ist so. Dann wird man ruhig.“

© dpa-infocom, dpa:210225-99-588761/1

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