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Jury-Präsident: Wettbewerb ist wie ein Buffett

Film

Dienstag, 14. Mai 2019 - 15:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Cannes. Kann man Filme unvoreingenommen sehen? Der diesjährige Jury-Präsident in Cannes will es versuchen.

Der Juryvorsitzende Alejandro González Iñárritu mit Schauspielerin Elle Fanning in Cannes. Foto: Vianney Le Caer

Der Präsident der diesjährigen Jury beim Filmfestival Cannes, der mexikanische Regisseur Alejandro González Iñárritu, will die Filme des Wettbewerbs möglichst unvoreingenommen sehen.

„Ich möchte versuchen, die Filme so anzuschauen, als wüsste ich nicht, wer Regie geführt hat“, sagte der vierfache Oscar-Preisträger („The Revenant“) am Dienstag vor der Eröffnung der Internationalen Filmfestspiele. Weder bekannte Regie-Namen noch das Geschlecht der Filmemacher sollten eine Rolle spielen. „Wir sollten die Filme selbst bewerten.“

Innerhalb eines Wettbewerbs gäbe es aber auch eine Wechselwirkung zwischen einzelnen Filmen. „Das ist wie ein Abendessen, wie ein Buffet, wo der Geschmack eines Essens die anderen beeinflusst“, sagte der 55-Jährige. Das Schöne am Kino sei, dass man Filme gemeinsam mit anderen Menschen erleben könne. Außerdem könnten Filme helfen, andere Kulturen zu verstehen.

Das Festival wird am Abend mit der Zombie-Komödie „The Dead Don’t Die“ eröffnet werden. Neben Regisseur Jim Jarmusch („Paterson“, „Night on Earth“) werden zur Premiere auch zahlreiche Schauspieler erwartet, darunter Adam Driver und Bill Murray. Im Wettbewerb konkurrieren insgesamt 21 Filme um die Auszeichnungen wie die Goldene Palme für den besten Film. Die Preise werden am 25. Mai vergeben.

Elle Fanning ist mit 21 Jahren in die Jury der Filmfestspiele berufen worden. Foto: Petros Giannakouris

Die Jury-Mitglieder Robin Campillo (l-r), Enki Bilal, Alejandro González Iñárritu, Yorgos Lanthimos und Pawel Pawlikowski in Cannes. Foto: Vianney Le Caer


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