Boulevard

Kibum mit digitalem Leseraum und Videos

Literatur

Sonntag, 8. November 2020 - 12:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Oldenburg. In Büchern aus Papier blättern und Autoren persönlich treffen ist bei der Kinder- und Jugendbuchmesse Kibum in diesem Jahr nicht möglich. Den Lesespaß soll die Corona-Pandemie aber nicht mindern.

Die Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse Kibum zieht diesmal ins Internet. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Jungen und Mädchen für das Lesen zu begeistern - das ist das Ziel der Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse Kibum. Seit Samstag können kleine und große Lese-Fans mehr als eine Woche lang zahlreiche Neuerscheinungen, Autorinnen und Autoren kennenlernen.

Wegen der Corona-Pandemie ist das Programm ausschließlich übers Internet abrufbar, es gibt einen digitalen Leseraum und Videos mit Geschichten und Musik. Interessierte schlendern in diesem Jahr nicht durch eine Bücherlandschaft im Oldenburger Kulturzentrum PFL, sondern suchen über die Kibum-Internetseite, was ihnen gefällt.

Um jungen Leserinnen und Lesern das Stöbern zu erleichtern, hat die Seite eine kindgerechte Navigation. Per Click können Besucher angeben, wofür sie sich interessieren: etwa für Abenteuergeschichten, Märchen, Gedichte oder Lustiges. Zur Auswahl stehen zudem verschiedene Videos, in denen Autorinnen und Autoren aus ihren Büchern vorlesen oder von der 14-jährigen Buchbloggerin Mirai Mens befragt werden. Schirmfrau der Veranstaltung mit dem Titel „Digital und anders“ ist die Kinder- und Jugendbuchautorin Kirsten Boie, die Bücher wie „Der kleine Ritter Trenk“ und „Wir Kinder aus dem Möwenweg“ schrieb.

Unter dem Titel „Wissenschaft in zehn Minuten“ zeigen die Veranstalter Videobeiträge zu aktuellen kinder- oder jugendliterarischen Texten. Dabei setzen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende mit einem ausgewählten Text auseinander.

Stadt und Universität Oldenburg organisieren die Kibum seit 1974. Den Veranstaltern zufolge werden jährlich mehr als 2000 Neuerscheinungen im Bereich der Kinder-​ und Jugendmedien aus deutschsprachigen Ländern vorgestellt. Demnach ist die Kibum bundesweit die größte, nicht-​kommerzielle Messe ihrer Art.

© dpa-infocom, dpa:201108-99-256612/2

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