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Boulevard

Kompetent zusammengestellt: Cocoon Compilation „R“

Musik

Montag, 23. Juli 2018 - 14:32 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Das Frankfurter Techno Label versammelt auf seiner neuesten Veröffentlichung eine geschmackssichere Stilvielfalt zwischen Retro-Elektro, ballerndem Techno, Deep und Tech House und minimalem Wahnsinn.

Diesmal in leuchtendem Grau: Die achtzehnte „Cocoon Compilation R“. Foto: Cocoon Recordings

Mitte Juli veröffentlichte Sven Väths Techno Label die neuste Ausgabe seiner jährlich erscheinenden Cocoon Compilation-Serie. Was im Jahr 2000 mit dem Buchstaben „A“ als weiße Vinyl-Box begann, ist mittlerweile bei „R“ mit 12 neuen und exklusiven Tracks auf leuchtend-grauem Sechsfach-Vinyl angekommen. Fanden sich auf der 2015er Compilation „O“ noch überwiegend clubtaugliche Tech House Tracks, eher schnörkellos heftige Nummern auf „P“ und teils überbordend spielfreudige Stücke auf „Q“, ist die musikalische Ausrichtung von „R“ diesmal nicht so ganz einfach zu bestimmen.

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Einen gelungenen und weitgehend entspannten Einstieg bieten die ersten drei Tracks von Lusine, Isolée und Mano Le Tough, der sein treffend betiteltes Stück „Vanishing Landscapes“ mit melancholischen Steeldrum-Sounds einleitet und unaufgeregt in der Schwebe hält. Die Frankfurter International Anything setzen hingegen auf 80er-Jahre Elektro mit lupenreinen 80er-Jahre Elektro Lyrics und der dauerveröffentlichende Spanier Eduardo De La Calle irritiert beziehungsweise beeindruckt mit einem kaum zu fassenden musikalischen Freispiel.

Die ballernden Techno-Tracks kommen in diesem Jahr von Ambivalent & Alden Tyrell sowie Pig & Dan und hätten damit auch gut zur „Compilation P“ Reduzierter, strukturierter und düsterer geht es auf den allesamt empfehlenswerten Stücken von ROD, Inigo Kennedy und Ingo Boss zu. An die Spielfreude des Vorgängers „Q“ erinnert John Heckles „Fantasy“ und Cristi Cons empfiehlt sich mit seinem nicht enden wollenden Abschlusstrack „Bird In Space“ für die nächste nächtliche Autobahnfahrt.

Auf der neuesten Compilation geben sich altgediente Techno-Produzenten und Newcomer stilvielfältig die Klinke in die Hand. Wie Cocoon diese heterogene aber geschmackssichere Auswahl an Tracks scheinbar mühelos zu einem stimmigen Ganzen verbindet, verblüfft und macht Vorfreude auf die kommenden Veröffentlichungen.

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