„London Calling“ von The Clash wird 40

Von Von Werner Herpell, dpa

dpa Berlin. The Clash gelten als wichtigste Punk-Band neben den Ramones und den Sex Pistols. Wie bahnbrechend ihre Stilmischung mit Reggae, Folk, Rock 'n' Roll und Jazz war, zeigt die Wiederveröffentlichung zum 40. Jahrestag von „London Calling“.

„London Calling“ von The Clash wird 40

Ein Punk-Klassiker, der in die Zukunft wies: „London Calling“ von The Clash. Foto: Sony Music/dpa

Da ist zunächst einmal das ikonische Albumcover: The-Clash-Bassist Paul Simonon, heute bei Damon Albarns Allstar-Projekt The Good, The Bad & The Queen aktiv, macht dem Bandnamen (Zusammenprall) alle Ehre und zerdrischt auf der Bühne sein Instrument.

Die Musik auf The Clashs „London Calling“ (Sony) hält, was die Optik verspricht. Es ist eine wahrhaft wütend-explosive Mixtur, die die 1976 in London gegründete Punkrock-Band auf ihrem dritten Album präsentierte.

Im Dezember 1979 veröffentlicht, wurde die Platte zehn Jahre später vom US-„Rolling Stone“ als bestes Rockalbum der 80er (!) geadelt. Die Wirkung ging also weit über die späten Seventies hinaus.

Der Schmelztiegel-Sound - neben Punk auch Reggae, Folk, Rock 'n' Roll, Ska und Jazz - war tatsächlich für die 80er und auch danach äußerst einflussreich. Diese Band bewies, dass die anfängliche Zeit der musikalischen Stümperei - Hauptsache, man konnte eine Gitarre halten und böse gucken - vorbei war.

Mit The Clash wurde Punk quasi seriös. Das Quartett mit Frontmann Joe Strummer, Paul Simonon, Mick Jones und Topper Headon war zudem eine sehr politische Band mit Songs, die im düsteren England der späten 70er nach sozialer Gerechtigkeit rief.

Bereits zum 20. Jahrestag wurde „London Calling“ mit einem Re-Issue gewürdigt. Nun, 40 Jahre nach der Erstveröffentlichung, kommt das Meisterwerk als Doppel-CD-Edition im transparenten Slipcase (seit 11. Oktober) sowie als Doppel-Vinyl und als CD mit 120-Seiten-Hardcover-Buch (ab 15. November) heraus. Unbekannte Stücke, Live-Tracks oder Demos sind nicht enthalten, es bleibt bei den 19 Songs von „London Calling“ bis „Train In Vain“.

In welcher Form man diese Platte nun in den Händen hält: Immer wieder freut man sich an der großartigen Musik - und an der unglaublich dynamischen Albumhülle, die von Ray Lowry (Schrift) und Pennie Smith (Foto) designt wurde.