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Boulevard

Lux-Filmpreis für „Gott existiert, ihr Name ist Petrunya“

Film

Mittwoch, 27. November 2019 - 14:48 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Straßburg. In dem satirischen Drama „Gott existiert, ihr Name ist Petrunya“ geht es um Meinungsfreiheit, Gerechtigkeit und verkrustete Rollenbilder. Dafür wurde die Regisseurin Teona Strugar Mitevska jetzt vom EU-Parlament ausgezeichnet.

Petrunya (Zorica Nusheva) im Gespräch mit einem Priester (Suad Begovski). Foto: -/jip film & verleih/dpa

Der Film „Gott existiert, ihr Name ist Petrunya“ über eine junge Frau in Nordmazedonien ist vom Europaparlament mit dem Lux-Filmpreis ausgezeichnet worden.

Regisseurin Teona Strugar Mitevska rief bei ihrer Dankesrede zur Verteidigung der Meinungsfreiheit und zu mehr Gerechtigkeit auf. Ihre Hauptfigur Petrunya lasse sich nichts gefallen, so die Filmemacherin. „Aber es ist ihr Bemühen um Gerechtigkeit, das uns so tief berührt.“

Die Koproduktion aus Nordmazedonien, Belgien, Kroatien, Slowenien und Frankreich von Regisseurin Teona Strugar Mitevska war bereits bei der Berlinale Kritiker-Liebling. Der Film dreht sich um das Leben von Petrunya. Zufällig gerät sie in eine religiöse Zeremonie: Männer stürzen sich am Dreikönigstag in einen Fluss, um ein geweihtes Kreuz zu finden. Dem Finder soll das Glück bringen. Mitmachen dürfen nur Männer - doch dann springt Petrunya hinterher. Regisseurin Strugar Mitevska erzählt mit dem satirischen Drama, wie verfahren Rollenbilder sein können und wie schwer es sein kann, damit zu brechen.

Die Regisseurin inszeniere auf beeindruckende und bewegende Art und Weise die Geschichte einer mutigen jungen Frau, die sich gegen traditionelle Rollenbilder und männliche Dominanz stellt, sagte die Vorsitzende des Kulturausschusses, Sabine Verheyen. Die Verleihung des Filmpreises an „Gott existiert, ihr Name ist Petrunya“ sei aber auch ein Zeichen dafür, dass Nordmazedonien kulturell im Herzen Europas angekommen sei, so Petra Kammerevert, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Europaabgeordneten.

In die Endauswahl hatten es auch der Dokumentarfilm „Wer tötete Dag Hammarskjöld?“ von Mads Brügger und der Thriller „The Realm“ von Rodrigo Sorogoyen geschafft.

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