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Boulevard

Mark Guiliana: Modern-Jazz mit Bowie-Tribute

Musik

Montag, 30. Oktober 2017 - 10:49 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Die Pop-Welt wurde auf Mark Guiliana aufmerksam durch sein geniales, von ungeheurer Kraft und viel Feingefühl geprägtes Schlagzeugspiel auf der letzten Bowie-Platte. Jetzt zeigt er im Quartett seine ganze Klasse als Jazz-Drummer.

Kraft und Feingefühl: Jazz-Drummer Mark Guiliana. Foto: Deneka Peniston

David Bowies „Blackstar“-Abschied war unter anderem ein Fest für Schlagzeug-Fans. Was Drummer Mark Guiliana da an Power und Präzision ablieferte, hatte man selten so erlebt. Dass er vom Jazz kommt, hört man nun noch deutlicher.

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Auf „Jersey“ (Motéma/Pias/Rough Trade), dem neuen Album des Mark Guiliana Jazz Quartett, spielt der 37-jährige US-Amerikaner hoch ambitionierten und doch zugänglichen Modern-Jazz. Freunde seiner bisherigen Platten - als Bandboss seit 2013 oder zusammen mit Bass-Genie Avishai Cohen, dem Meisterpianisten Brad Mehldau und Bowie-Mitstreiter Donny McCaslin (Saxofon) - kommen ebenso auf ihre Kosten wie Rockfans, die ihn via „Blackstar“ entdeckten.

Mit Jason Rigby (Saxofon), Chris Morrissey (Bass) und Fabian Almazan (Klavier) liefert Guiliana ein fast klassisch anmutendes Ensemble-Werk von kristalliner Schönheit ab. Wer die wilden elektronischen Experimente seiner Zusammenarbeit mit Mehldau im Duo Mehliana noch im Ohr hat, muss sich erneut umstellen. Das kraftstrotzende Drumming, das Bowie für seine im Januar 2016 erschienene letzte Platte so begeistert und inspiriert hatte, lässt er nun oft beiseite zugunsten von zurückhaltender Filigranarbeit, die den Kollegen jede Menge Rampenlicht gönnt.

Apropos Bowie: Wie auch McCaslin hat Mark Guiliana nach dem Krebstod des Pop-Genies betont, wie prägend für alle Beteiligten diese fantastische Fusion zwischen Rock, Jazz und Avantgarde war. Deshalb ist dem Meister auf „Jersey“ der letzte Track gewidmet - eine achteinhalbminütige Version von Bowies Berlin-Nostalgie-Ballade „Where Are We Now?“. Wunderschön und sehr bewegend.

Konzert: 10.11. Nürnberg, Staatsoper

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