Boulevard

Matsch beim „Hurricane“, Hitze beim „Southside“

Musik

Samstag, 24. Juni 2017 - 13:18 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Neuhausen ob Eck. Rund 140 000 Musikfans feiern kräftig bei den Schwesterfestivals „Hurricane“ in Niedersachsen und „Southside“ in Baden-Württemberg. Nur einer ärgert die Polizei mit einem schlechten Scherz.

Festivalbesucher geniessen den Auftritt von Clueso. Foto: Sebastian Gollnow

Mit Bands wie Mando Diao, Green Day und Jennifer Rostock sind am Freitag die Schwesterfestivals „Hurricane“ und „Southside“ gestartet.

Fast 140 000 Menschen feierten ausgelassen vor den großen Bühnen und auf dem gesamten Festivalgelände, wie ein Sprecher des Veranstalters FKP Scorpio sagte. Bis Sonntagabend sollen bei den beiden dreitägigen Open-Air-Konzerten rund 100 Bands und Solokünstler auftreten - neben international bekannten Bands wie Linkin Park stehen auch viele weniger bekannte Gruppen auf der Bühne.

Beim „Hurricane“ im niedersächsischen Scheeßel gab es allerdings Startschwierigkeiten: Bereits bei der Anreise am Donnerstag waren heftige Unwetter über das Festivalgelände gezogen. „Das Gute war, dass die meisten Leute noch im Auto waren, als es gewittert hat“, sagte eine Sprecherin von FKP Scorpio. Viele Festivalgäste, die am Freitag mit dem Zug anreisten, mussten wegen Bäumen auf den Gleisen und anderen Unwetterschäden noch Verzögerungen hinnehmen. Insgesamt werden in Scheeßel rund 78 000 Besucher erwartet.

Beim „Southside“ im baden-württembergischen Neuhausen ob Eck machte trotz viel Sonne heftiger Wind den Zuschauern zu schaffen - der Deutsche Wetterdienst hatte sogar vor Böen von bis zu 60 Kilometern pro Stunde im Kreis Tuttlingen gewarnt. Die etwa 60 000 Besucher des Festivals störte das aber wenig: Zelte, Campingstühle und Pavillons wurden mit Wasserflaschen beschwert oder vorübergehend abgebaut. Die Organisatoren hoffen auf gutes Wetter, nachdem das Festival im vergangenen Jahr wegen Unwettern abgesagt werden musste.

Die Polizei hatte mit dem „Southside“-Veranstalter ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet, das in diesem Jahr unter anderem eine deutlichere Präsenz der Beamten vorsieht. Der Anreisetag und auch die Nacht zum Freitag seien aber ruhig verlaufen, hieß es in einer Mitteilung. Lediglich zwei Männer seien nach einem Streit ins Krankenhaus gebracht worden - auf sie komme eine Anzeige wegen Körperverletzung zu. Zudem habe es zwei Anzeigen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetzt gegeben.

Ein Besucher ärgerte die Polizei allerdings mit einem schlechten Scherz: Der Mann habe im Eingangsbereich „Bombe“ gerufen und damit kurzzeitig für Unruhe gesorgt. Der Witz ging jedoch auf Kosten des 26-Jährigen: „Wegen des "Aussetzers" nahm ihm der Veranstalter sein Eintrittsbändel ab und verwies ihn vom Southside-Gelände“, hieß es von der Polizei. Der Mann müsse zudem mit einem Ermittlungsverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten rechnen.

"Clueso. Ich will ein Kind von Dir!": Gut gelaunte Fans so weit das Auge reicht. Foto: Sebastian Gollnow

Panik Panzer rappt gemeinsam mit seiner Band Antilopen Gang. Foto: Sebastian Gollnow

Dan Reynolds von den Imagine Dragons feiert mit den Musik-Fans den Festival-Auftakt. Foto: Sebastian Gollnow

Heftiger Wind machte den Zuschauern beim „Southside“ zu schaffen. Foto: Felix Kästle

Bei Sonne und viel Wind bekamen die „Southside“-Besucher was von Jennifer Rostock auf die Ohren. Foto: Felix Kästle

Etwa 60 000 Besucher versammelten sich zum Auftakt des „Southside“. Foto: Felix Kästle


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