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Boulevard

Maximilian Arland: „Altwerden ist nichts für Feiglinge“

Leute

Mittwoch, 4. Dezember 2019 - 16:08 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Wege aus der Einsamkeit: Schon seit längerer Zeit kümmert sich Maximilian Arland um ältere Menschen. Auch um seine eigene Zukunft macht sich der Moderator Gedanken.

Maximilian Arland im Versilberer-Café des Vereins „Wege aus der Einsamkeit e.V.“. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Der Moderator und Sänger Maximilian Arland (38) sorgt sich um das Vereinsamen älterer Menschen - und macht sich auch Gedanken mit Blick auf die eigene Zukunft.

„Tatsächlich mache ich mir da viele Gedanken. Was ist, wenn die Gesundheit nachlässt, das soziale Umfeld kleiner wird oder kann ich meinen Beruf auch noch in 20 Jahren ausüben? Altwerden ist nichts für Feiglinge“, sagte Arland am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Der TV-Moderator („Das große Wunschkonzert“) engagiert sich für den Verein „Wege aus der Einsamkeit“ und besuchte am Mittwoch eine Digital-Schulung für Senioren.

Dass Kenntnisse rund um Soziale Medien und Co hilfreich sein können, erlebt Arland in der eigenen Familie. „In unserer Familien-WhatsApp-Gruppe ist zum Beispiel auch meine Oma mit 88 Jahren. Für sie ist es toll, alles mitzubekommen, das hält sie auch fit - sie hat sogar ihren eigenen Instagram-Account und kann so zum Beispiel auch Bilder von meinen Reisen sehen.“ Er selbst sei vor vier Jahren nach Berlin gezogen und habe seine Großeltern nicht in unmittelbarer Nähe. „Trotzdem kann man in einem engen Kontakt bleiben, im Austausch bleiben.“

Aber längst nicht alles kann seiner Meinung nach die Familie auffangen. „Ich beobachte tatsächlich eine gewisse gesellschaftliche Kälte, die sich im Umgang mit älteren Menschen in Deutschland eingeschlichen hat. In anderen Ländern, zum Beispiel in den USA oder Kanada, ist das anders“, sagte Arland. „Wir müssen mehr zusammenrücken.“

Besonders auf dem Land sei es für alte Menschen oft schwierig, Kontakte aufrecht zu halten. Es werde wenig angeboten, „zum Beispiel die Tanztreffs, wie es sie früher gab, werden nicht mehr so oft angeboten, oft ist auch die Infrastruktur für alte Menschen schlecht“.

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