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Boulevard

Oscar-nominierte Kurzfilme kommen in deutsche Kinos

Film

Donnerstag, 30. Januar 2020 - 12:59 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Los Angeles. Wer hat Chancen auf einen Oscar bei den Kurzfilmen? Einen Eindruck kammen man sich jetzt im Kino verschaffen.

Die Oscar-Favoriten bei den Kurzfilmen kommen ins Kino. Foto: DCM/dpa

Bei der Oscar-Gala stehen Kurzfilme eher im Abseits, doch nun können Filmfans in Deutschland die diesjährigen Oscar-Anwärter auf der großen Kinoleinwand feiern.

Der Verleih DCM zeigt die Nominierten in den Kurzfilm-Sparten „Live Action“ und „Animation“ ab diesem Donnerstag (30. Januar) - also eine gute Woche vor der Oscar-Verleihung am 9. Februar - in ausgewählten Kinos, darunter in Aachen, Berlin, Dresden, Leipzig, München und Stuttgart. Jeweils fünf Kandidaten aus Ländern wie den USA, Frankreich, Belgien und Tunesien treten in den „Oscar-Shorts“-Kategorien an.

Das Live-Action-Drama „Saria“ erzählt die Geschichte von misshandelten Mädchen in einem Waisenhaus in Guatemala. Die erschütternde Story beruht auf einer wahren Begebenheit. Der belgische Kurz-Thriller „A Sister“ spielt sich am Telefon ab, als eine Frau in der Gewalt eines Mannes heimlich mit einer Notrufzentrale spricht.

Im Rennen ist auch das kanadisch-tunesisch-katarisch-schwedische Familiendrama „Brotherhood“, die Drogenkomödie „Nefta Football Club“ und die US-Produktion „The Neighbor's Window“ über ein frustriertes Elternpaar, das den jungen Nachbarn auf der anderen Straßenseite beim Sex zuschaut.

Auch in der Animations-Sparte geht es vielfältig zu. Der französische Kurzfilm „Memorable“ dreht sich um den Ehealltag eines Malers, der an Demenz leidet. In „Sister“ blickt ein Mann auf seine Kindheit mit einer nervigen kleinen Schwester in China zurück, die am Ende gar nicht existierte. „Kitbull“ rührt mit der Geschichte einer ungewöhnlichen Tierfreundschaft. Auch die Kurzfilme „Hair Love“ aus den USA und „Dcera“ aus Tschechien sind im Rennen.

Kurzfilmer aus Deutschland sind diesmal nicht dabei. 2018 gab es gleich zwei Anwärter: die deutsche Regisseurin Katja Benrath mit dem Live-Action-Drama „Watu Wote/All Of Us“ und Jan Lachauer und Jakob Schuh mit ihrem Trickfilm „Revolting Rhymes“ („Es war einmal...nach Roald Dahl“). Bei der Oscar-Gala gingen beide leer aus. Der am Sonntag tödlich verunglückte Basketball-Star Kobe Bryant holte damals mit seinem animierten Kurzfilm „Dear Basketball“ den Oscar.

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