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Boulevard

Plaza Francia Orchestra: Tango trifft Elektropop

Musik

Mittwoch, 4. Juli 2018 - 06:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Tango und Dance-Beats - wie gut das funktionieren kann, bewies das Gotan Project. Dessen Frontmänner Makaroff/Müller basteln nun unter dem Namen Plaza Francia Orchestra einen ebenso mitreißenden Fusion-Sound.

Aus dem Gotan Project wurde das Plaza Francia Orchestra. Foto: Because Music

Was wurde eigentlich aus dem Gotan Project? Schon lange nichts mehr gehört von dem weltweit erfolgreichen Ensemble, das Tango-Melancholie und Elektropop-Moderne so kongenial zusammenführte. Unter verändertem Namen geht es aber weiter.

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Plaza Francia Orchestra heißt das aktuelle Bandprojekt von Eduardo Makaroff (Gitarren) und Christoph H. Müller (Keyboards), zwei der treibenden Kräfte des 1999 gestarteten Gotan Projects. Für dessen Fans eine gute Nachricht: Allzu viel hat sich gar nicht geändert.

Elektronik mit tanzflächentauglichen Beats wie etwa im Titelstück ist immer noch ein zentrales Element. Aber auch die Tango-typischen Grundstimmungen werden erneut mit großem Orchester zelebriert, beispielsweise in den Instrumentals „Cábala“ und „Oblivión“.

Zudem sind wieder einige tolle Sängerinnen dabei, etwa die im französischen Pop legendäre Cathérine Ringer (Les Rita Mitsouko), die in Paris lebende Argentinierin Maria Muliterno oder Lura vom Cap Verde. Und das so typische Bandoneon spielt Müllers und Makaroffs alter Weggefährte Facundo Torres.

Französische und argentinische Einflüsse prägen die zwölf so elegant nostalgischen wie zeitgemäßen Tracks der selbstbetitelten zweiten PFO-Platte nach „A New Tango Songbook“ (2014). Der Projektname bezieht sich auf den Plaza Francia in Buenos Aires, der einst gebaut wurde zur Feier der Freundschaft zwischen Frankreich und Argentinien (das aktuelle Fußball-WM-Duell mal ausgenommen).

Den Kern der Truppe bildet das vom Bandoneon-Spieler Pablo Gignoli angeführte Orchester TAXXI (steht für: Tango im XXI., also 21. Jahrhundert). „Sie alle haben den Geist von Tango in sich, aber dazu auch eine sehr rockige Energie“, sagt Müller über sein aktuelles Projekt. In der Tat: Die Mischung stimmt.

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