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Boulevard

Promi-Geburtstag vom 1. April 2018: Barry Sonnenfeld

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Sonntag, 1. April 2018 - 00:11 Uhr

von Von Wolfgang Marx, dpa

dpa Berlin. Barry Sonnenfeld weiß, wie es geht: Der New Yorker Regisseur ist ein Meister des intelligenten Unterhaltungskinos.

Barry Sonnenfeld wird 65. Foto: Kim Hee-Chul/EPA

Barry Sonnenfeld startete seine Regie-Karriere mit einem Paukenschlag. Seine subversive Horrorkomödie „Addams Family“ (1991), mit der er genüsslich das Idealbild der Kleinfamilie aufgespießte, spielte laut Branchenwebsite „Box Office Mojo“ weltweit annähernd 200 Millionen Dollar ein.

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Damit etablierte sich Sonnenfeld sofort als Blockbuster-Regisseur, der wie kaum ein anderer mit seinem intelligentem Popcorn-Kino Drama in Komödie verwandeln kann. Beispiele dafür sollte Sonnenfeld, der heute 65 Jahre alt wird, im Laufe seiner Karriere reichlich liefern. Vor allem die „Men in Black“-Trilogie machte ihn zu einer festen Größe in Hollywood.

Barry Sonnenfeld, der gelegentlich auch als Schauspieler und Produzent in Erscheinung tritt, war schon immer ein Filmverrückter. Während seiner Highschool-Zeit fand man ihn mehr im Kino als im Klassenzimmer. Während seines Studiums an der New Yorker Filmhochschule verdiente er sich zudem etwas Extrageld als Kameramann - unter anderem auch bei Pornofilmen.

Und dann lernte er Joel und Ethan Coen kennen, die Sonnenfeld für ihren ersten Film „Blood Simple“ (1984) engagierten. Auch bei „Arizona Junior“ (1987) und „Miller's Crossing“ (1990) arbeitete Sonnenfeld für die Kult-Regisseure. Nebenbei setzte er auch Meg Ryan und Billy Crystal in „Harry und Sally“ (1989) in Szene. Und dann kam die exzentrische „Addams Family“.

Ein leichtes Maß an Exzentrik ist auch dem Cowboy-Fan Sonnenfeld nicht fremd: So ist sein Regie-Stuhl ein veritabler Sattel, mit dem er sich auf kleinen Rollen vorwärts bewegt und seine Anweisungen gibt. Auch sein Faible für Cowboy-Hüte und Western-Boots ist legendär.

Da wird es ihn besonders gewurmt haben, dass ausgerechnet seine Westernkomödie „Wild Wild West“ (1999) mit Will Smith und Kevin Kline in den Hauptrollen, ein totaler Flop wurde. Fünf Goldene Himbeeren gab es für den unausgegorenen Film, der dem erfolgsverwöhnten Regisseur einen ordentlichen Dämpfer versetzte.

Aber mit „Men in Black 2“ (2002) und der überdrehten Komödie „Die Chaoscamper“ (2006) fand Barry Sonnenfeld schnell zurück in die Spur. Zuletzt machte er als Produzent, Ideengeber und Regisseur mit der Netflix-Serie „Eine Reihe betrüblicher Ereignisse“ (2017) von sich reden. In der Drama-Reihe geht es um drei reiche Waisenkinder, denen der mysteriöse Graf Olaf ihr Geld abluchsen möchte. Gerade ist die zweite Staffel angelaufen.

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