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Boulevard

Promi-Geburtstag vom 1. Juli 2018: Olivia de Havilland

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Sonntag, 1. Juli 2018 - 00:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Errol Flynn und Clark Gable waren ihre Filmpartner: Olivia de Havilland ist einer der letzten noch lebenden Stars der goldenen Hollywood-Ära. Vor der Kamera steht sie schon lange nicht mehr, dennoch sorgt sie seit einiger Zeit für Furore.

Olivia de Havilland ist um ihren guten Ruf besorgt. Heute wird die Schauspielerin 102 Jahre alt. Foto: Thibault Camus/AP

Auch im hohen Alter gibt sie sich kämpferisch: Olivia de Havilland sieht ihren guten Ruf durch die TV-Serie „Feud“ beschädigt. Und dagegen geht sie gerichtlich vor.

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Die Schauspielerin wirft dem Sender FX und Regisseur Ryan Murphy vor, sie unerlaubterweise und zudem falsch porträtiert zu haben. Sie pocht unter anderem auf Schadenersatz. Ende März hatte de Havilland vor Gericht zwar eine Niederlage erlitten, ihre Anwälte reichten Anfang Mai aber einen Antrag ein, das Urteil zu prüfen und zu revidieren.

Die im Stil einer Pseudo-Dokumentation gedrehte TV-Serie handelt von der langjährigen Rivalität der beiden Hollywood-Diven Joan Crawford (Jessica Lange) und Bette Davis, gespielt von Susan Sarandon. De Havilland wird von Catherine Zeta-Jones dargestellt. In der Serie würden ihr in einem erfundenen Interview falsche Aussagen in den Mund gelegt, kritisiert Olivia de Havilland, die heute 102 Jahre alt wird.

Die Schauspielerin zählt zu den letzten Stars von Hollywoods goldener Ära. Untrennbar ist ihr Name mit dem Südstaatenepos „Vom Winde verweht“ (1939) verbunden, in dem sie an der Seite von Clark Gable die kluge und tugendhafte Melanie Hamilton spielte. In der Oscar-Nacht 1940 wurde der Klassiker mit acht Trophäen ausgezeichnet, Olivia de Havilland ging als Nebendarstellerin aber leer aus. In der Sparte gewann die schwarze Darstellerin Hattie McDaniel, die in dem Melodram eine Haushälterin spielte.

Doch den Verlust machte de Havilland später wett. 1946 gewann sie ihren ersten Oscar in der Hauptrolle von „To Each His Own“. Das Drama um eine ledige Mutter lief in Deutschland unter dem Titel „Mutterherz“. Drei Jahre später kam die Auszeichnung als beste Schauspielerin in William Wylers Rachedrama „Die Erbin“.

De Havilland hatte einen Traumstart in Hollywood. Als Kind britischer Eltern in Tokio geboren, kam sie noch als Kleinkind nach Kalifornien. Der österreichische Theatermann Max Reinhardt entdeckte sie 19-jährig in der Rolle der Hermia in Shakespeares „Sommernachtstraum“. Das Filmstudio Warner Brothers nahm sie gleich für sieben Jahre unter Vertrag und brachte sie an der Seite von Errol Flynn groß heraus.

Acht Filme drehte sie mit dem Herzensbrecher, darunter die Abenteuerschinken „Der Verrat des Surat Khan“ und „Robin Hood, König der Vagabunden“. Auf der Leinwand knisterte es heftig, doch allen Gerüchten zum Trotz seien sie nie ein Liebespaar gewesen, beteuert die Schauspielerin.

Der frühe Ruhm hatte seinen Preis. Der Zeitschrift „Vanity Fair“ vertraute de Havilland an, dass sie damals „keine richtigen Freunde“ hatte und unter dem harten Wettbewerb litt.

Dass sie aber ihren ganz eigenen Kopf hat, zeigte Olivia de Havilland auch mit ihrem Feldzug gegen die Macht der Filmstudios. Anfang der 1940er Jahre prozessierte sie erfolgreich gegen Warner Bros., um sich aus einem langjährigen Vertrag zu befreien. Ihre letzten großen Auftritte hatte sie als neurotische Exzentrikerin in „Der schwarze Spiegel“ (1946), in der Romanverfilmung „Meine Cousine Rachel“ (1952) und mit ihrer langjährigen Freundin Bette Davis in dem Psychothriller „Wiegenlied für eine Leiche“ (1964).

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