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Promi-Geburtstag vom 16. Februar 2018: Mahershala Ali

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Freitag, 16. Februar 2018 - 00:11 Uhr

von Von Bettina Greve, dpa

dpa Berlin. 2017 war für den Schauspieler afroamerikanischer Herkunft ein großes Jahr. Er wurde nicht nur zum ersten Mal Vater, sondern gewann auch einen Oscar in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“, was seiner Karriere einen ordentlichen Schub gegeben hat. Heute wird er 44 Jahre alt.

Mahershala Ali gehört zu den Oscargewinnern des Jahres 2017. Foto: Richard Shotwell

Schauspieler können nicht nur in Hauptrollen glänzen. Mahershala Ali zumindest hat die Jury der Academy Awards 2017 mit einer Nebenrolle überzeugt. Im Kinodrama „Moonlight“ verkörperte er einen Dealer, der sich in einem Problemviertel um den orientierungslosen Sohn einer drogensüchtigen Mutter kümmert.

Sein Gesicht ist nicht zuletzt aus den ersten vier Staffeln der Netflix-Serie „House of Cards“, aus „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ oder aus den zwei Teilen des SciFi-Abenteuers „Die Tribute von Panem - Mockingjay“ bekannt. Der Oscargewinn markiert jedoch zweifelsohne den bisherigen Höhepunkt seiner schauspielerischen Laufbahn.

Sichtlich gerührt bedankte sich der Afroamerikaner, der heute 44 wird, bei seinen Lehrern, Kollegen, Weggefährten und nicht zuletzt bei seiner Frau, mit der er seit 2003 verheiratet ist. Diese hatte nur wenige Tage vor der Preisverleihung in Los Angeles eine kleine Tochter zur Welt gebracht.

Es war nur der fünfte Oscar für einen schwarzen Nebendarsteller und überdies der erste überhaupt für einen muslimischen Schauspieler. Ali war um die Jahrtausendwende zum Islam konvertiert.

Geboren am 16. Februar 1974 im kalifornischen Oakland, bekam er einen alttestamentarischen, sehr langen Vornamen: Mahershalalhashbaz nach dem zweiten Sohn des Propheten Jesaja, abgekürzt Mahershala. Er wuchs im christlichen Glauben auf. Ein Stipendium als aufstrebendes Basketball-Talent ermöglichte ihm den College-Besuch. In dieser Zeit begann er sich für die Schauspielerei zu interessieren, bald stand er in „Der Kaufmann von Venedig“ auf der Shakespeare-Bühne.

Demnächst wird Ali, der vorübergehend auch als Rapper Prince Ali das Licht der Öeffentlichkeit suchte, in einem neuen Filmdrama zu sehen sein, wie der „Hollywood Reporter“ ankündigt. Er spielt darin den schwarzen Jazz-Pianisten Don Shirley (1927-2013), der 1962 einen New Yorker Türsteher (Viggo Mortensen, 59) als Chauffeur für eine Tournee durch die US-Südstaaten anheuert. In Zeiten der Apartheid folgen die beiden dem für Schwarze geschriebenen Reiseführer „Green Book“, der dem Film auch den Titel gibt.

In weiteren Fernseh- und Kinoproduktionen ist Ali ebenfalls mit von der Partie.


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