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Boulevard

Promi-Geburtstag vom 24. April 2020: Richard Donner

Film

Freitag, 24. April 2020 - 00:05 Uhr

von Von Barbara Munker, dpa

dpa Los Angeles. Wäre Richard Donner Schauspieler geblieben, dann hätte es Filme wie „Das Omen“, „Superman“ und „Lethal Weapon“ so nicht gegeben. Er wechselte hinter die Kamera. Jetzt wird er 90 und könnte nochmals mit Mel Gibson und Danny Glover drehen.

Richard Donner und Lauren Shuler Donner sind seit 1985 miteinander verheiratet. Foto: Kay Blake/ZUMA Wire/dpa

Mit der „Lethal Weapon“-Blockbusterserie schaffte es Richard Donner endgültig in die Riege von Hollywoods besten Action-Regisseuren. Ab 1987 schickte er Mel Gibson und Danny Glover gleich viermal als das Polizistenduo Martin Riggs und Roger Murtaugh mit haarsträubendem Witz und lauten Explosionen in Los Angeles auf Verbrecherjagd.

Zuletzt schlugen die ungleichen Cops 1998 in „Lethal Weapon - zwei Profis räumen auf“ zu. Seitdem wird in Hollywood über einen fünften Teil der Kultserie spekuliert. Dafür könnte Donner, der heute 90 Jahre alt wird, noch einmal den Ruhestand verlassen.

Sie würden daran arbeiten, die letzte Folge auf die Beine zu stellen, verriet Produzent Dan Lin („Sherlock Holmes“, „Die zwei Päpste“) im Januar im Interview mit dem Fachmagazin „Hollywood Reporter“. Donner, Gibson, Glover und der Rest der Original-Besetzung wollten alle mitmachen, sagte Lin. Es käme nur noch auf ein gutes Drehbuch an.

Die gute Chemie zwischen dem Regie-Veteranen Donner und seinen ergrauten Hauptdarstellern ist ungebrochen. „Er ist ein verdammtes Genie“, begeisterte sich Gibson auf der Bühne der Oscar-Akademie, als Donner 2017 für seine lange Karriere eine besondere Würdigung erhielt.

„Ich bin der glücklichste Mensch der Welt“, erklärte Donner mit Blick auf seine vielen Freundschaften, die er über die Jahre in Hollywood gemacht habe. Mit Humor schaute er auf seine Anfänge in den 1950er Jahren zurück.

Der gebürtige New Yorker stand zunächst auf der Bühne und wollte Filmschauspieler werden, als er von dem Hollywood-Regisseur Martin Ritt („Der Spion, der aus der Kälte kam“) zurechtgewiesen wurde. „Du lässt dir nichts sagen. Es ist besser, wenn du Regisseur wirst“, habe ihm Ritt damals empfohlen. Donner nahm den Rat an, gab die Schauspielerei auf und wurde Regieassistent.

Sein Handwerk lernte er zunächst hinter den Fernsehkameras. In den 1960er und 1970er Jahren drehte er Episoden von Hit-Serien wie „The Twilight Zone“, „Cannon“, „Kojak“ und „Die Straßen von San Francisco“. Mit Okkult-Horror wechselte er dann zum Film.

Für „Das Omen“ (1976), die schaurige Geschichte um des Teufels Sohn, der als kleiner Junge in einer Diplomatenfamilie aufwächst, konnte er Gregory Peck und Lee Remick in den Hauptrollen gewinnen. Der Schocker wurde zum Kassenschlager und Donner über Nacht berühmt.

Mit „Superman“ (1978) lieferte er den nächsten Blockbuster ab. Sein Star Christopher Reeve verwandelte sich vom schüchternen Reporter Clark Kent in den stahlharten Superhelden. Bei der Oscar-Verleihung holte „Superman“ die Trophäe für die besten Spezialeffekte.

Donner hat sich in seiner langen Karriere an fast jedes Genre gewagt. Mit „The Toy - Der Spielgefährte“ (1982) drehte er eine Komödie um einen verzogenen Sprössling. Mit Steven Spielberg als Produzent brachte er den Abenteuerfilm „Die Goonies“ über eine schatzsuchende Jugendbande ins Kino. Für die Fantasy-Romanze „Der Tag des Falken“ brachte er Michelle Pfeiffer und Rutger Hauer zusammen, für die Western-Komödie „Maverick“ engagierte er neben Jodie Foster und James Garner auch wieder seinen Favoriten Mel Gibson.

Sein bisher letzter Spielfilm ist fast 15 Jahre alt. In dem Action-Thriller „16 Blocks“ (2006) mimt Bruce Willis einen lustlosen, gealterten Cop, der dann durch einen Einsatz in den Straßen von New York noch einmal zur Bestform aufläuft. Donner erhielt von den meisten Kritikern gute Noten für das rasante Action-Kino.

Auch wenn der Regisseur seither nicht mehr einen einzigen Spielfilm inszeniert hat, ist Donner zusammen mit seiner Frau Lauren Shuler und ihrer gemeinsamen Produktionsfirma noch dick im Geschäft. Shuler war 1985 als junge Produzentin bei „Der Tag des Falken“ dabei und wurde damals auch seine Frau. Das Ehepaar produzierte die meisten von Donners Filmen, Shuler machte zudem als Hollywoods Top-Produzentin Karriere, etwas durch die „X-Men“-Serie mit Hits wie „Deadpool“ und „Logan - The Wolverine“.

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