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Boulevard

Promi-Geburtstag vom 24. Juli 2018: Loni von Friedl

Theater

Dienstag, 24. Juli 2018 - 00:11 Uhr

von Von Ute Wessels, dpa

dpa München. Sie war ein Kinderstar und als junge Frau in den 1960er Jahren auf dem Weg, ein internationaler Filmstar zu werden - Loni von Friedl. Doch ihr Herz gehörte dem Theater. In den vergangenen Jahren war die Schauspielerin seltener auf der Bühne zu sehen. Jetzt wird sie 75.

Geburtstag ohne großes Fest: Loni von Friedl wird 75. Foto: Ursula Düren

Ein bewegtes Leben, eine bewegte Karriere: Schauspielerin Loni von Friedl zählt zu den bekannten Gesichtern der deutschen Theater- und Fernsehbranche - auch wenn sie in den vergangenen zehn Jahren nicht mehr so häufig vor der Kamera oder auf der Bühne stand.

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Heute wird die Münchnerin mit österreichischen Wurzeln 75 Jahre alt. Den Tag will sie ohne großen Rummel verbringen und „je nach Seelen-Wetterlage“ vielleicht spontan verreisen, wie sie der Deutschen Presse-Agentur verriet.

Wichtig sei ihr, zu Fuß und im Kopf gesund und fit zu sein. „Wenn ich mir meine innere Balance und auch Helligkeit erhalten kann, bin ich dankbar und auch guter Dinge“, sagte sie.

Schon im Alter von sieben Jahren war Loni von Friedl - die mit bürgerlichem Namen Leontine Friedl von Liebentreu heißt - auf der Kinoleinwand zu sehen. Sie war das, was man einen Kinderstar nennt. Nach der Mittleren Reife machte sie erst eine Tanzausbildung, nahm dann Schauspielunterricht. Im Jahr 1958 erhielt sie als jüngstes Ensemble-Mitglied ein festes Engagement am Wiener Burgtheater.

In den 1960er Jahren startete sie auch international durch. 1960 spielte sie in „Der Schulfreund“ die Tochter von Heinz Rühmann, später wirkte sie in mehreren US-amerikanischen und britischen Produktionen mit. Doch ihr Herz gehörte dem Theater, dorthin kehrte sie immer wieder zurück.

Von 1966 bis 1976 war von Friedl mit ihrem Schauspielkollegen Götz George (1938-2016) verheiratet. Das einstige Paar, das eine Tochter hat, hatte nach der Trennung jahrzehntelang keinen Kontakt mehr, wie sie vor Jahren in Interviews sagte. Vor mittlerweile 20 Jahren riss auch der Kontakt zwischen Mutter und Tochter ab.

Zusammen mit Tanja war die Schauspielerin damals von Berlin an die Elbe gezogen, wo sie 1976 die Heilige Johanna in dem gleichnamigen Stück von George Bernard Shaw spielte. Hamburg und das Thalia-Theater brachten auch eine private Wende mit sich: Dort lernte sie ihre große Liebe kennen, den Schauspieler Jürgen Schmidt. Das Paar war unter anderem auch gemeinsam in einer Folge der Schwarzwaldklinik und der Unterhaltungsserie „Waldhaus“ (1987) zu sehen.

In zahlreichen weiteren Fernsehproduktionen wirkte Loni von Friedl mit, unter anderem in „Das Traumschiff“, „Ein Heim für Tiere“, „Teufels Großmutter“, „Derrick“ und „Rosamunde Pilcher“.

Jürgen Schmidt starb 2004 an Leukämie. Um ihren Mann pflegen zu können, hatte sich die Schauspielerin zeitweise aus ihrem Beruf zurückgezogen. Seit dem Tod ihres Mannes schreibe sie viel und täglich. „Als eine Art Therapie beziehungsweise Kommunikation mit meinem Innenleben. Seitdem mein Mann Jürgen Schmidt 2004 verstarb, ist mir das nicht nur Hilfe, sondern auch Bedürfnis.“ Eine Biographie wolle sie aber „bestimmt nicht“ schreiben.

Im Juni 2007 stand sie nach sechsjähriger Pause in Hamburg erstmals wieder auf der Bühne - als Bette Davis in „Solo für Bette“. Das Zurückfinden in den Beruf sei nach dem Schicksalsschlag gleichzeitig die Wiederkehr ins Leben gewesen, sagte von Friedl. 2014 war sie in „Monsoon Baby“ an der Seite von Julia Jentsch vor der Kamera zu sehen. Bis 2017 war sie Mitglied der Deutschen Filmakademie in Berlin. Für ihr Wirken wurde von Friedl unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis und dem Bambi ausgezeichnet.

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