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Boulevard

Promi-Geburtstag vom 26. Juli: Felix Magath

Fußball

Donnerstag, 26. Juli 2018 - 00:11 Uhr

von Von Franko Koitzsch, dpa

dpa Hamburg. Felix Magath ist als Spieler ganz oben gewesen - und als Trainer auch. Seine Strenge und Methoden sind mitunter umstritten - seine Erfolge nicht. Derzeit hält er inne, vermutlich nicht für lange.

Der Fußballtrainer Felix Magath wird 65 Jahre alt. Foto: Sven Hoppe

Da können Jubiläen noch so rund sein, pompöse Feiern können Felix Magath gestohlen bleiben. Der frühere Fußball-Profi und derzeit pausierende Trainer wird am Donnerstag (26. Juli) lediglich seine Familie um sich scharen, wenn ihm Freunde und Bekannte zum 65. gratulieren.

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„Ich habe mein ganzes Leben lang meine Geburtstage nicht gefeiert. Ich bleibe dieser Tradition treu“, sagte der in München lebende Magath der Deutschen Presse-Agentur.

Einen Grund zur Freude, die sich an das fortschreitende Alter knüpft, gibt es auch. Denn künftig erhält der frühere Nationalspieler Rente. „Selbstverständlich habe ich in die Rentenkasse eingezahlt. Ich war doch immer angestellt. Da werde ich wohl auch was rauskriegen.“ Als Fußball-Profi und Trainer ist er darauf natürlich nicht angewiesen.

„Ich habe so viel Glück gehabt in meinem Leben, dass ich richtig viel Geld mit dem verdienen konnte, was ich als Kind gern gemacht habe“, sagt der gebürtige Franke, der als Spieler zweimal mit dem Hamburger SV den Europapokal (1977, 1983) gewann, Europameister (1980) und zweimal Vizeweltmeister (1982, 1986) wurde. Als einziger Trainer holte er mit Bayern München zweimal nacheinander das Double aus Titel und Pokal und wurde auch mit dem VfL Wolfsburg Meister. „Mit dem VfL - das war historisch“, meint er stolz. Er selbst bezeichnet sich „in aller Bescheidenheit“ als einen der erfolgreichsten Spieler plus Trainer, „vielleicht auch als den Erfolgreichsten“, wie er betont.

Magath ist mit seinem Leben, auf das er zu seinem 65. zurückblickt, zufrieden. Die ersten 33 Jahre habe er - großzügig genommen - Fußball gespielt, die nächsten 32 sei er in artverwandten Tätigkeiten als Manager, Trainer, Geschäftsführer oder Sportvorstand in Fußballvereinen zugange gewesen. „Jetzt gönne ich mir eine Schaffens-Pause“, verrät der Coach, der zehn Vereine trainierte. „Es ist eine Phase der Besinnung, ob ich nach 65 Jahren ganz was Anderes oder doch wieder Fußball mache“, berichtet er nachdenklich.

Gerade hat er einen Satz gelesen, dem er voll und ganz zustimmt: „Der ärmste Mensch ist der, der keine Aufgabe hat.“ Und nichts zu tun, das könne er sich beim besten Willen nicht vorstellen, meint Magath. Seit er im Dezember 2017 von seiner letzten Trainerstation in China bei Shandong Luneng zurückgekehrt ist, kümmert sich der sechsfache Vater um die Familie mit den drei Kindern aus zweiter Ehe.

Nicht alles, gibt er zu, sei ihm gelungen im Leben. Dazu gehört die gescheiterte erste Ehe. Leise fügt er hinzu: „Ein Fehler war, viele, die mir geholfen haben, vor lauter Hektik und Erfolgsstreben vergessen zu haben.“ Die Machtfülle, die er im Job suchte und zuweilen als Trainer, Geschäftsführer und Sportvorstand in Personalunion fand, hatte Schattenseiten. „Da hatte ich so viel zu tun, dass ich auf meine Familie verzichtet habe“, sagt er. „Aber wenn man eine Medaille will, muss man beide Seiten akzeptieren.“

Dass er als Trainer in einer Schublade schmort, ärgert ihn. Er sei nicht der Quälix oder Schleifer, als der er oft dargestellt wird. „Als ich beim HSV anfing, gab es für das Krafttraining eben fast nur Medizinbälle. Heute gibt es Fitness-Center“, erklärt Magath.

„Felix hat als Spieler sehr viel von sich verlangt. Das galt auch später für seine Mannschaften“, sagt HSV-Clubmanager Bernd Wehmeyer, der gemeinsam mit Magath dreimal deutscher Meister beim HSV geworden war. Seine Strenge rühre aus seiner Erfahrung, erläutert Magath. Dazu betont der Wahl-Münchner: „Für mich ist Erfolg im Fußball machbar, wenn man einen Weg geht, den ich kennengelernt habe. Die Voraussetzung dafür: Fitness, Ordnung und Disziplin!“

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