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Boulevard

Promi-Geburtstag vom 26. Oktober 2017: Tilo Prückner

Leute

Donnerstag, 26. Oktober 2017 - 00:18 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa München. Es sind oft die kleinen, aber markanten Rollen, in die Tilo Prückner schlüpft. Das Fernsehpublikum kennt den Schnauzbart-Träger vor allem aus Krimiserien, und auch auf der Kinoleinwand ist er immer wieder zu sehen.

Schauspieler Tilo Prückner wird 77. Foto: Jörg Carstensen

Grantig, verschroben, schlitzohrig - aber selten richtig böse. Das sind die Typen, die Tilo Prückner oft und gerne spielt. Die Fernsehnation kennt den vielbeschäftigten Schauspieler unter anderem aus dem ZDF-Krimi „Kommissarin Lucas“ oder aus der

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Selbst nimmt der Schauspieler das Älterwerden mit Humor. Früher sei er der Jüngste am Set gewesen, heute eben der Älteste. „Und wenn ich mich auf dem Bildschirm sehen, denke ich: Was ist das denn für ein Methusalem?“ Auch den Rollen gleiche er sich zunehmend an: „Es kommt schon vor, dass ich in der Rolle links humpeln soll und realiter tut
mir das rechte Knie weh.“ Die Rollenangebote würden jedenfalls nicht weniger, die Figuren nur eben älter.

Oft ist Prückner in eher kleineren Rollen zu sehen. „Das sind meist die besseren Rollen.“ So wie die Figur des Vermieters Max in „Kommissarin Lucas“. Das sei „ein echter Wadlbeißer“. Seit mehr als 40 Jahren spielt er mit Vorliebe kauzige Typen. Das Publikum kennt ihn aus dem „Tatort“ und anderen Krimiserien, aus Fernsehfilmen und
aus dem Kino, wo er in Til Schweigers „Honig im Kopf“ und in
Katja von Garniers „Ostwind“-Filmen zu sehen war.   

Seine Karriere begann der gebürtige Augsburger mit fränkischen Wurzeln nach Abitur und abgebrochenem Jura-Studium Anfang der 60er Jahre mit einer Schauspielausbildung in München. Prückner ist
Mitbegründer der Schaubühne Berlin, spielte am Schauspielhaus Zürich und gastierte am Bayerischen Staatsschauspiel. Für seine Rolle in „Bomber & Paganini“ an der Seite von Mario Adorf erhielt er 1976 den Deutschen Darstellerpreis. Ende 2013 veröffentlichte Prückner seinen ersten Roman, „Willi Merkatz wird verlassen“. Ein erfolgreiches Debüt. Und wenn Prückner gerade mal nicht dreht? Dann freut er sich, seine beiden Enkel in Wiesbaden treffen zu können. Das schafft er nach eigener Aussage sowieso seltener, als es ihm lieb ist.

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