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Promi-Geburtstag vom 27. April 2020: Sally Hawkins

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Montag, 27. April 2020 - 00:10 Uhr

von Von Bettina Greve, dpa

dpa Berlin. Die Schauspielerin macht sich rar – zumindest auf dem internationalem Parkett tritt sie kaum noch auf. Heute hat sie Geburtstag. Sie wird 44 Jahre alt.

Die britische Schauspielerin Sally Hawkins wird 44. Foto: Jörg Carstensen/dpa

Es ist ruhiger geworden um Sally Hawkins – vor allem was internationale Filmproduktionen angeht. Die Online-Filmdatenbank „ImdB“ kündigt für diesen Dezember einen Weihnachtsfilm mit der Schauspielerin an, doch das war es auch schon.

Recht groß herausgekommen ist sie 2008 mit Mike Leighs ebenso lustigen wie tiefgründigen Feel-Good-Movie „Happy go Lucky“. Hawkins spielt darin die heiter-unangepasste Grundschullehrerin Poppy, die trotz aller Widrigkeiten des Alltags voller Optimismus durchs Leben geht, nie den Mut verliert. Für ihre Rolle wurde sie 2008 mit dem Silbernen Bären der Berlinale und 2009 mit einem Golden Globe ausgezeichnet, in beiden Fällen als beste Hauptdarstellerin. Damals war sie Anfang 30, heute wird sie 44.

Der Regisseur und Drehbuchautor Leigh war es übrigens auch, der Hawkins ihre ersten Kinorollen gegeben hatte. Er hatte sie bereits 2002 für sein Familiendrama „All or Nothing“ vor die Kamera geholt, 2004 für die Abtreibungsgeschichte „Vera Drake“.

Geboren 1976 in London, studierte Hawkins an der Royal Academy of Dramatic Art in ihrer Heimatstadt Schauspiel, bevor sie ans Theater ging und Shakespeare-Stücke aufführte. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie in Fernsehserien bekannt.

Positiv aufgefallen war sie nicht zuletzt in Guillermo del Toros Abenteuer-Drama „Shape of Water: Das Flüstern des Wassers“ (2017): Der Regisseur hatte sie als stumme Reinigungskraft in einem geheimen US-Labor besetzt. Hawkins brachte das 2018 einen Satellite Award ein, ebenso eine Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptrolle“. Mit dem Preis hat es dann am Ende doch nicht geklappt.

Es war sogar schon das zweite Mal, dass die zierliche Schauspielerin mit ausgeprägtem Faible für eigensinnige Figuren bei den Academy Awards in Los Angeles als Anwärterin auf einen der glänzenden Goldjungen dabei war: 2014 gehörte sie zu den vier aufgestellten „Besten Nebendarstellerinnen“ in der Woody Allens Tragikomödie „Blue Jasmine“ als Schwester der Hauptdarstellerin Cate Blanchett. Das war Hawkins' zweite Zusammenarbeit mit Allen. Er hatte sie im Drama „Cassandras Traum“ (2007) neben Colin Farrell und Ewan McGregor (47) an Bord geholt.

Beeindrucken konnte sie nicht zuletzt im Biopic „Maudie“ (2016). Hawkins bewies sich an der Seite von Ethan Hawke erneut als eine einfühlsame Darstellerin der Titelfigur: eine von Rheuma gezeichnete Frau während der 30er Jahre in den kargen Weiten Kanadas, die sich unter widrigen Umständen vom hässlichen kleinen Entlein zu einer angesehenen Malerin entwickelt.

Aus den Schlagzeilen der Boulevardpresse hält Hawkins sich raus. Über ihr Privatleben ist nichts bekannt.

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