Boulevard

Robert Pattinson in „Der Leuchtturm“ auf Blu-ray

Film

Dienstag, 14. April 2020 - 11:10 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Beim Filmfestival Cannes, wo „Der Leuchtturm“ 2019 in einer Nebenreihe seine Premiere feierte, gab es einen Fipresci-Kritiker-Preis; zahlreiche weitere internationale Auszeichnungen folgten.

Robert Pattinson (r) als Ephraim Winslow und Willem Dafoe als Thomas Wake in einer Szene des Films "Der Leuchtturm". . Foto: Eric Chakeen/Universal Studios/dpa

Als blasser Vampir an der Seite von Kristen Stewart wurde Robert Pattinson einst bekannt und zum gefeierten Teenie-Schwarm. Doch die „Twilight“-Saga ist seit einigen Jahren abgeschlossen - seitdem forciert Pattinson spürbar einen Image-Wechsel und übernahm erstzunehmende Rollen unter der Regie von Independent-Kino-Ikonen wie David Cronenberg, Werner Herzog und Anton Corbijn.

Mit wenigen Filmen aber konnte der 33-Jährige so überzeugen, wie im vergangenen Jahr mit dem packenden Horror-Drama „Der Leuchtturm“, das nun auch fürs Heimkino auf DVD und Blu-ray erschienen ist.

Neuengland in den 1890ern. Winslow (Pattinson) heuert als Leuchtturmwärter an. Er wird der Gehilfe von Wake (Willem Dafoe), mit dem er eine vierwöchige Schicht auf einer einsamen Insel verbringen soll. Die beiden unterschiedlichen Männer müssen miteinander auskommen, doch es ist ein hartes Leben in Abgeschiedenheit. „Du hast Geheimnisse, oder“, fragt Wake den jungen Winslow misstrauisch - auch der wundert sich wiederum über das seltsame Verhalten von Wake. Als dann ein Unwetter heraufzieht und die Männer länger als geplant in der Isolation auf der Felseninsel verharren müssen, eskaliert die Situation.

Regisseur Robert Eggers („The Witch“) inszeniert dieses Werk äußerst stimmungsvoll: Die Musik dröhnt bedrohlich, grelle Blitze erhellen die dunkle Kulisse, die Wellen brechen mit lautem Getöse. Herausragend sind auch die spektakulären Bilder in Schwarz-Weiß, mit denen Eggers „Der Leuchtturm“ eingefangen hat. Irgendwann wird das Ganze so rätselhaft, dass Realität und Einbildung verschwimmen.

Für dieses spannungsreiche, klaustrophobische Kammerspiel sind Dafoe und Pattinson eine ideale Besetzung: Dafoe als grummeliger, bärtiger, herrischer Eigenbrötler, Pattinson als unerfahrener, stiller Neuankömmling, der die Drecksarbeit erledigen und sich dann noch die Erniedrigungen des Alten anhören muss.

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