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Ruhrfestspiele setzen 2020 auf „Macht und Mitgefühl“

Festspiele

Dienstag, 28. Januar 2020 - 14:26 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Recklinghausen. Zwischen dem 1. Mai und 13. Juni haben sich etliche Theatermacher und Schauspieler im Ruhrgebiet angesagt. Unter ihnen: Ulrich Matthes und Lars Eidinger.

Programmhefte der Ruhrfestspiele mit der Losung für dieses Jahr: „Macht und Mitgefühl“. Foto: Caroline Seidel/dpa

Die Ruhrfestspiele in Recklinghausen setzen in diesem Jahr unter dem Leitgedanken „Macht und Mitgefühl“ erneut politische Schwerpunkte.

Es sei heute wichtiger denn je, mit den Mitteln der Kunst einen politischen Blick auf die Welt zu richten, betonte Intendant Olaf Kröck bei der Vorstellung des Programms am Dienstag.

Mit der Deutschlandpremiere von „Die Jakobsbrüder“ nach dem Roman der polnischen Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk bietet das Festival etwa dem Warschauer Teatr Powszechny und der jungen Regisseurin Ewelina Marciniak eine Bühne, die in ihrem Heimatland für ihren proeuropäischen, liberalen Kurs angefeindet werden.

Zu den 90 Produktionen, die zwischen dem 1. Mai und 13. Juni prominente und internationale Theatermacher sowie Schauspieler ins Ruhrgebiet bringen, gehören auch zwei britische Deutschlandpremieren: Das Schauspiel „Tao of Glass“ von Phelim McDermott mit zehn neuen Kompositionen von Philip Glass eröffnet das Festival. Mit „Why“ legt der 94-Jährige Theatermacher Peter Brook eine Art Vermächtnis über kreatives Schaffen auch gegen politischen Widerstand vor.

Wolfram Koch und Ulrich Matthes stehen in „Don Quijote“ auf der Bühne. Als Koproduktion zeigen die Ruhrfestspiele zudem „Peer Gynt“ in einer Inszenierung von John Bock und Lars Eidinger.


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