Boulevard

„Russland von oben“: Von Tundra bis Taiga

Film

Montag, 24. Februar 2020 - 09:50 Uhr

von Von Matthias von Viereck, dpa

dpa Berlin. Riesige Metropolen und einsame Landschaften, Eisschwimmer und Nomaden: Für diese Dokumentation fängt das Regie-Duo spektakuläre Aufnahmen vom flächenmäßig größten Land der Erde ein.

In der Russland-Dokumentation von dem Regie-Duos Petra Höfer und Freddie Röckenhaus sind neben riesigen Städten auch schöne Panoramabilder zu sehen. Foto: Anton Elchaninov/colourFIELD/Filmwelt/dpa

Nicht die Vereinigten Staaten, nicht Kanada, China und auch nicht Indien: Das flächenmäßig größte Land dieses Planeten, das ist Russland.

Siebzehn Millionen Quadratmeter Fläche, elf Zeitzonen, annähernd 150 Millionen Einwohner, sowie, mit Moskau, die mit mehr zwölf Millionen Einwohnern größte Stadt Europas. In dieser Russland-Dokumentation aber des preisgekrönten Regie-Duos Petra Höfer und Freddie Röckenhaus („Deutschland von oben“) sind neben riesigen Städten auch einsame Landschaften und die unterschiedlichsten Tierarten, sind Wüsten, Wälder und Wasserfälle zu sehen.

Mit der weltbekannten Transsibirischen Eisenbahn geht es von den Sümpfen Sibiriens über Nowosibirsk bis hin nach Wladiwostok. Die zwei Stunden lange Doku bietet den Kinobesuchern einen besonderen Blick auf den Baikalsee und das Wolgadelta, das größte Flussdelta Europas, in dem alljährlich zehn Millionen Vögel überwintern.

Im Fernsehen lief die Doku zwar bereits (mit mehr als 30 Millionen Zusehern soll es sich um eines der, hinsichtlich der Gesamtquote, erfolgreichsten TV-Doku-Formate überhaupt handeln), allerdings auf fünf, je 45-minütige Teile verteilt. Zudem handelt es sich bei dieser Version um eine extra für das Kino entwickelte Fassung. Die unter anderem beim Sender Arte ausgestrahlte TV-Variante wurde von der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ mit den Worten „Optische Poesie vom Feinsten“ bedacht.

Es sind nun nicht nur Flora und Fauna zu sehen, sondern etwa auch die Eisschwimmer aus Sankt Petersburg, die bei klirrenden Minusgraden in den Tag starten oder die Nomaden der Jamal mit ihren Rentierherden. Auch in normalerweise gesperrten Industriegebieten wie Norilsk, Mirny oder im Hafen von Murmansk konnte Regisseur Freddie Röckenhaus zusammen mit seiner langjährigen Co-Regisseurin, Co-Autorin und Ehefrau Petra Höfer Bilder einfangen. Höfer ist im Jahr 2017 während der Produktion von „Russland von oben“ im Alter von nur 54 Jahren gestorben. Diese Dokumentation ist ihr gewidmet.

- Russland von oben, Deutschland 2019, 120 Min., FSK ab 0, von Petra Höfer und Freddie Röckenhaus


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