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Boulevard

Sam Smith singt über Trennungsschmerz

Leute

Freitag, 3. November 2017 - 06:21 Uhr

von Von Thomas Bremser, dpa

dpa Berlin. Er mag es gerne traurig: Schmusesänger Sam Smith ist zurück und singt eindrucksvoll und stimmgewaltig über schmerzhafte Trennungen. Dabei könnte der Brite das Glück in der Liebe nun endlich gefunden haben.

Sam Smith singt gegen die Traurigkeit an. Foto: Universal Music

Männer wollen nach einem Beziehungsaus meist nicht über ihre Gefühle sprechen und vergraben sich in ihrer Trauer. Bei Sam Smith ist das anders. 

Der britische Sänger schreibt liebend gerne Songs über schmerzhafte Beziehungen und Trennungen. Auch auf seinem zweiten Album „The Thrill Of It All“ geht es vor allem sentimental zu.

„Ich bin ein sehr melancholischer Typ. Ich bin entweder sehr, sehr glücklich oder richtig traurig“, sagte Smith der Deutschen Presse-Agentur bei einem Kurzbesuch in Berlin. „Manche Leute lassen sich deshalb therapieren. Ich nutze die Musik, um mit meiner Traurigkeit klarzukommen.“

So entstand etwa die emotionsgeladene Ballade „Burning“, bei der der 25-Jährige lediglich von einem Klavier begleitet wird. Es sei sein bislang persönlichster Song und das Herz des Albums, sagt Smith. Entstanden nach der Trennung von seinem letzten Freund im vergangenen Jahr. Die habe ihm extrem zu schaffen gemacht, inklusive Flucht in den Alkohol. „Ich wollte nicht mehr ins Studio gehen und war ziemlich fahrlässig.“

Nach Wochen der Selbstzweifel textete er dann „Burning“ und beschreibt dort sein Leid. Auch in Songs wie „Midnight Train“ oder der ersten Single-Auskoppelung „Too Good at Goodbyes“ ist der Trennungsschmerz förmlich zu spüren, auch wenn es nicht immer der eigene ist. Auch das Beziehungsaus der besten Freundin inspirierte Smith.  

Die tiefgründigen Texte passen zur divenhaft-melancholischen Stimme des Briten, deren ganze Bandbreite er etwa in „Say It First“ zeigt. Dabei liegen ihm die hohen, weichen Töne genauso wie die tiefen, kräftigen. Diese Varianz machte Smith 2014 schlagartig zum Weltstar.

Sein Debütalbum „In The Lonely Hour“ verkaufte sich zwölf Millionen Mal, er gewann vier Grammys, unter anderem für die Hit-Single „Stay With Me“. Der Titelsong zum James-Bond-Film „Spectre“ („Writing's on the Wall“) brachte ihm 2015 einen Oscar.

Doch danach wurde es ruhig um den gefühlvollen Songwriter. Der 25-Jährige löschte seine Profile in den sozialen Medien und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. „Ich bin kein Roboter. Meine Musik ist so persönlich, dass es anstrengend ist, auf Tour zu sein.“ Er habe die Zeit mit Familie und Freunden in London gebraucht, um seine Gedanken zu sammeln. 

In seinen zehn Comeback-Songs (auf einer Sonderedition sind es 14) geht es aber nicht nur um Liebeskummer. In „Him“ outet sich ein junger Mann bei seinem Vater. Der Song mit kirchlich anmutender Atmosphäre dürfte bei vielen für Gänsehaut sorgen.

Aber auf „The Thrill Of It All“ finden sich auch Up-Tempo-Nummern wie „Maybe“ oder „One Last Song“. Auf denen zeigt Smith, dass er durchaus gute Laune verbreiten kann. Grund genug hat er dafür mittlerweile in seinem Privatleben. Denn der Sänger ist nach eigenen Angaben frisch verliebt. 


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