Spielt gern eigensinnige Figuren: Sally Hawkins wird 45

dpa Berlin. Sie ist in letzter Zeit in keinem einzigen Film aufgetaucht. Das bedeutet allerdings nicht, dass Rollenangebote ausgeblieben wären. Heute ist Sally Hawkins 45. Geburtstag.

Spielt gern eigensinnige Figuren: Sally Hawkins wird 45

Die britische Schauspielerin Sally Hawkins wird 45. Foto: picture alliance / Jörg Carstensen/dpa

Sie ist wieder gut im Geschäft: Nicht weniger als fünf Filmprojekte mit Sally Hawkins - teils schon gedreht, teils in Vorbereitung - kündigt die Datenbank „Imdb.com“ derzeit an. Wann die Filme herauskommen, ist allerdings - wahrscheinlich coronabedingt - noch ungewiss.

Einen riesigen Popularitätsschub bekam die Schauspielerin 2008 mit Mike Leighs ebenso lustigen wie tiefgründigen Feel-Good-Movie „Happy go Lucky“. Hawkins spielt darin die heiter-unangepasste Grundschullehrerin Poppy, die trotz aller Widrigkeiten des Alltags voller Optimismus durchs Leben geht, nie den Mut verliert. Für ihre Rolle wurde sie 2008 mit dem Silbernen Bären der Berlinale und 2009 mit einem Golden Globe ausgezeichnet, in beiden Fällen als beste Hauptdarstellerin. Damals war sie Anfang 30, heute wird sie 45.

Geboren 1976 in London, studierte Hawkins an der Royal Academy of Dramatic Art in ihrer Heimatstadt Schauspiel, bevor sie ans Theater ging und Shakespeare-Stücke aufführte. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie durch Fernsehserien bekannt.

Positiv aufgefallen war sie nicht zuletzt in Guillermo del Toros Abenteuer-Drama „Shape of Water: Das Flüstern des Wassers“ (2017): Der Regisseur hatte sie als stumme Reinigungskraft in einem geheimen US-Labor besetzt. Hawkins brachte das 2018 einen Satellite Award ein, ebenso eine Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptrolle“. Mit dem Preis hat es dann am Ende aber doch nicht geklappt.

Es war sogar schon das zweite Mal, dass die zierliche Schauspielerin mit ausgeprägtem Faible für eigensinnige Figuren bei den Academy Awards in Los Angeles als Anwärterin auf einen der glänzenden Goldjungen dabei war: 2014 gehörte sie zu den vier aufgestellten „Besten Nebendarstellerinnen“ in der Woody Allens Tragikomödie „Blue Jasmine“ als Schwester der Hauptdarstellerin Cate Blanchett. Das war Hawkins' zweite Zusammenarbeit mit Allen. Er hatte sie im Drama „Cassandras Traum“ (2007) neben Colin Farrell und Ewan McGregor (47) an Bord geholt.

Beeindrucken konnte sie nicht zuletzt im Biopic „Maudie“ (2016). Hawkins bewies sich an der Seite von Ethan Hawke erneut als eine einfühlsame Darstellerin der Titelfigur: eine von Rheuma gezeichnete Frau während der 30er Jahre in den kargen Weiten Kanadas, die sich unter widrigen Umständen vom hässlichen kleinen Entlein zu einer angesehenen Malerin entwickelt.

Aus den Schlagzeilen der Boulevardpresse hält sich Hawkins raus. Über ihr Privatleben ist nichts bekannt.

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