Boulevard

Tacos, Tequila und mehr: Ein Wüsten-Trip mit XIXA

Musik

Samstag, 6. März 2021 - 10:13 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Sie klingen nach Tacos und Tequila, nach Wüste und staubigen Highways im amerikanisch-mexikanischen Grenzgebiet. Wie ihre bekannteren Kollegen Calexico vereint die Band XIXA Gutes aus mehreren Welten.

XIXA im Wilden Westen. Foto: Puspa Lohmeyer/dpa

Schon mit ihrem ersten Album setzten XIXA vor fünf Jahren eine würzige Desertrock-Duftmarke. Songtitel wie „Bloodline“, „Vampiro“ oder „Killer“ positionierten die US-Band nahe bei den „From Dusk Till Dawn“-Soundtrack-Stücken von Tito & Tarantula oder auch bei der Italowestern-Filmmusik von Ennio Morricone.

Ein bisschen gruselig und düster sind XIXA nun auch wieder auf ihrem zweiten Werk „Genesis“ (Jullian Records/The Orchard). Aber die Palette ist bunter und noch eklektischer geworden. Die weiterhin cineastischen Songs fransen verstärkt in Richtung Latin-Pop und Texmex aus. Auch zum beliebten Wüsten-Folkrock der ebenfalls in Tucson/Arizona ansässigen Kollegen Calexico, zum Neo-Gothic-Sänger Mark Lanegan oder zum virtuosen Gitarrenduo Rodrigo y Gabriela gibt es Ähnlichkeiten.

Weiterhin meint man zu den zehn Liedern leicht abgerissene Taco- und Tortilla-Kneipen, sonnendurchglüht-staubige Landstraßen, viel Sand und Kakteen vor sich zu sehen. Musikalisches Kopf-Kino halt. „Eve Of Agnes“ flirtet mit nordafrikanischen Elementen, auch ihre Faszination für Cumbia und peruanische Chicha-Musik lassen XIXA einfließen. Ansonsten gehen poppige Refrains, Rock'n'Roll-Gitarren-Twang mit Fifties-Anklängen und Psychedelik lässig-entspannt Hand in Hand.

„Wir leben und wir atmen diese Landschaft“, sagt Gabriel Sullivan, der sich in dem Sextett Lead-Gesang und Lead-Gitarre mit Brian Lopez teilt, über die heimische Border-Region. „In diesen Songs haben wir so richtig losgelassen und uns so weit wie möglich in diese Welt begeben.“ Lopez ergänzt: „Wir wollten uns mit dieser Platte als Songschreiber etablieren.“

Beides ist XIXA mit „Genesis“ geglückt, sie klingen jetzt erst recht wie keine andere Band des US-Folkrocks. Darauf einen Tequila!

© dpa-infocom, dpa:210305-99-704418/3

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