Boulevard

Tequila als Treibstoff: Die Jam-Band Glorietta

Musik

Donnerstag, 22. November 2018 - 15:32 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Sechs Freunde, eine Menge Tequila und noch viel mehr Spaß am lockeren Musizieren: Mit diesen Zutaten hat die US-Jam-Band Glorietta ein hochsympathisches Album zusammengebastelt.

Matthew Logan Vasquez hat mit seinen Freunden Spaß gehabt. Foto: Bread & Butter

Es soll eine Menge Alkohol im Spiel gewesen sein, als das Sextett Glorietta sein gleichnamiges Debüt einspielte. Aber das hat dieser herzhaften Songsammlung mit Southern- und Garagen-Rock, Power-Pop, Folk- und Country-Balladen nicht geschadet - im Gegenteil.

„If you enjoy this Indie/Americana debut 'friend record' (let’s not get overly ambitious and call it a 'supergroup'), thank tequila“, schreibt das Fachblatt „American Songwriter“ über „Glorietta“ (Bread & Butter/Alive). Der Tequila-Einfluss passt ganz gut zu diesen in New Mexico aufgenommenen zwölf Songs, die sich nicht immer allzu ernst nehmen, dadurch aber besonders lässig klingen.

Und was nun den „Supergroup“-Status betrifft: In Fachkreisen haben die fünf Glorietta-Musiker durchaus einen Namen - auch wenn es nicht zur Prominenz von Golden Smog (Mitglieder von Wilco, Jayhawks und Big Star) oder gar zur Weltberühmtheit der Traveling Wilburys (Bob Dylan, Tom Petty, George Harrison, Jeff Lynne, Roy Orbison) reicht.

Immerhin haben sich hier rund um den hyperaktiven Frontmann Matthew Logan Vasquez (Delta Spirit, Middle Brother) noch die Songwriter und Studiocracks Noah Gundersen, Kelsey Wilson, Jason Robert Blum, David Ramirez und Adrian Quesada zusammengefunden, um als Jam-Band ohne jeden Leistungs- oder Erfolgsdruck drauflos zu musizieren.

Da es neben der leidenschaftlichen Stimme von Vasquez noch diverse andere Vocals gibt, kommt dieses Album sehr abwechslungsreich daher. Auch der inzwischen als Retro-Soul-Sänger erfolgreiche Nathaniel Rateliff sowie Top-Saxofonist Steve Berlin (Los Lobos) geben Gastspiele.

Alles in allem ist „Glorietta“ ein äußerst sympathisches, gediegenes Debüt einer Schar Musiker, die sich mit der schönen Akustikballade „Friends“ wohl perfekt charakterisiert hat.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.