Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
Boulevard

Weinstein-Filmstudio hebt Geheimhaltungsvereinbarungen auf

Leute

Dienstag, 20. März 2018 - 09:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa New York. Die Vereinbarungen, die Opfer und Zeugen hindern sollen, über sexuelle Übergriffe zu sprechen, endeten „mit sofortiger Wirkung“. Das erklärt die taumelnde Weinstein Company, die sich nun mit Hilfe eines Insolvenzantrags retten will.

Harvey Weinstein wurde im Oktober 2017 von seiner Firma entlassen. Foto: Guillaume Horcajuelo

Das einst von Ex-Hollywood-Mogul Harvey Weinstein (66) geführte Filmstudio hebt Geheimhaltungsvereinbarungen auf, die Opfer und Zeugen hindern sollen, über sexuelle Übergriffe des Produzenten zu sprechen.

Anzeige

„Seit Oktober wurde berichtet, dass Harvey Weinstein Geheimhaltungsvereinbarungen als geheime Waffe benutzt hat, um Menschen zum Schweigen zu bringen, die Anschuldigungen gegen ihn erheben“, heißt es in einem Statement der Weinstein Company, aus dem US-Medien zitieren. Diese Vereinbarungen endeten „mit sofortiger Wirkung“.

Der oberste New Yorker Staatsanwalt Eric Schneiderman bezeichnete die Erklärung der Weinstein Company als „Wendepunkt in den Bemühungen, die zerstörenden Wirkungen von sexuellem Fehlverhalten am Arbeitsplatz anzusprechen“. Die Aufhebung der Geheimhaltungsvereinbarungen werde „endlich diejenigen zu Wort kommen lassen, die zu lange mundtot gemacht worden sind“.

Die Weinstein Company stellte außerdem einen Insolvenzantrag nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts, wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Diese Variante ermöglicht es angeschlagenen und hoch verschuldeten Unternehmen, unter strikter Aufsicht des Insolvenzrichters weiterzuarbeiten und sich zu sanieren. Zudem stehe ein Investor bereit.

Zwar habe man ursprünglich einen außergerichtlichen Verkauf angestrebt. Jetzt sei man aber zufrieden, einen Plan zu haben, „um so viele Jobs wie möglich erhalten und Gerechtigkeit für alle Opfer anstreben zu können“, heißt es in dem Statement. Anfang des Monats war der Verkauf des Filmstudios an eine Investorengruppe zum wiederholten Male geplatzt, nachdem zusätzliche Millionenschulden aufgetaucht waren.

Weinstein war im Oktober 2017 von seiner Firma entlassen worden, nachdem Vorwürfe sexueller Übergriffe von zahlreichen Schauspielerinnen gegen ihn bekannt wurden. Er hat Fehlverhalten eingeräumt, weist aber Vorwürfe von nicht-einvernehmlichem Sex zurück.

Ihr Kommentar zum Thema

Weinstein-Filmstudio hebt Geheimhaltungsvereinbarungen auf

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha

Anzeige
Anzeige