In- und Ausland

2018 wird starkes Jahr für Börsengänge in Deutschland

Börsen

Dienstag, 25. September 2018 - 09:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Frankfurt/Main. Der Drang von Unternehmen an die Börse ist 2018 in Deutschland laut Experten so stark wie zuletzt zur Jahrtausendwende.

Der Börsengang der DWS 2018 an der Frankfurter Wertpapierbörse. Foto: Arne Dedert

Zwar habe es im dritten Quartal mit Creditshelf nur einen Börsengang (Initial Public Offering/IPO) hierzulande gegeben, stellte das Beratungsunternehmen EY fest. Im Jahresverlauf waren es aber schon 15 Kandidaten mit einem Emissionsvolumen von insgesamt rund neun Milliarden US-Dollar (7,65 Mrd Euro).

Das sei bereits mehr als im gesamten vorigen Jahr, als 14 Unternehmen den Schritt aufs Parkett wagten und dabei 3,7 Milliarden US-Dollar einsammelten.

„Und mit mehreren namhaften IPO-Kandidaten, die ihre Börsenpläne bereits publik gemacht haben, wird 2018 voraussichtlich das stärkste IPO-Jahr seit dem Jahr 2000“, schreibt EY in einer am Dienstag veröffentlichten Studie.

Für den 2. Oktober ist die Erstnotiz des Münchner Elektroroller-Herstellers Govecs vorgesehen, auch der Bremsenhersteller Knorr-Bremse hat seine Börsenpläne bereits öffentlich gemacht.

„Etliche Unternehmen - sowohl klassische Industriekonzerne als auch Technologieunternehmen - stehen derzeit in den Startlöchern. Gut möglich, dass in den kommenden Monaten noch einige namhafte Börsenneulinge dazukommen“, sagte EY-Experte Martin Steinbach. Im Gesamtjahr hält EY in Deutschland mindestens 18 Börsengänge für realistisch.

Damit wächst der deutsche IPO-Markt gegen den Trend: Weltweit sank die Zahl der Börsengänge im dritten Quartal zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 302. Das Emissionsvolumen stieg jedoch - vor allem dank einiger sehr großer Börsengänge in China - um neun Prozent auf fast 48 Milliarden US-Dollar.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.