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In- und Ausland

2,9 Millionen Haushalte beschäftigen Putzfrau schwarz

Dienstleistungen

Dienstag, 16. Juli 2019 - 07:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Köln/München. Sie sind heiß begehrt, aber kaum zu bekommen: Reinigungskräfte, die einem bei der Haushaltsarbeit zur Seite stehen. Die meisten davon werden schwarz beschäftigt - was zwar illegal ist, aber kaum jemanden juckt. Bis dann mal was schiefgeht.

Im Jahr 2017 beschäftigten mehr als 3,3 Millionen Haushalte gelegentlich oder regelmäßig eine Putzhilfe - knapp 2,9 Millionen davon schwarz. Foto: Jens Büttner

Knapp 90 Prozent der deutschen Haushalte mit einer Reinigungskraft lassen einer Studie zufolge ihre Wohnung schwarz putzen.

„Geht man von rund 41 Millionen Haushalten insgesamt aus, beschäftigten im Jahr 2017 über 3,3 Millionen Haushalte gelegentlich oder regelmäßig eine Hilfe - und knapp 2,9 Millionen Haushalte ließen schwarz reinigen und einkaufen“, erläuterte Dominik Enste vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Der Verhaltensökonom und Wirtschaftsethiker hat die Schwarzarbeit bei Reinigungskräften in einer aktuellen Studie untersucht, die der Deutschen Presse-Agentur in München exklusiv vorlag.

Der Anteil der Schwarzarbeit sei durch die steuerliche Absetzbarkeit von haushaltsnahen Dienstleistungen sowie der vereinfachten Anmeldung über die Minijobzentrale zwar von rund 93 Prozent im Jahr 2005 auf zuletzt 88,5 Prozent im Jahr 2017 zurückgegangen, erläuterte Enste. Doch noch immer sei der „Arbeitsplatz Privathaushalt“ weit davon entfernt, ein normaler Arbeitsplatz zu werden - dabei nehmen seit Jahren relativ konstant rund acht Prozent aller Haushalte Hilfe in Anspruch. Enste erwartet, dass die Zahlen sowohl für 2018 als auch für 2019 weitgehend unverändert ausfallen.

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