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Acht Tote bei Absturz von Frachtflugzeug in Griechenland

Unfälle

Sonntag, 17. Juli 2022 - 01:52 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Kavala. Die Maschine brannte bereits in der Luft, dann stürzte sie nur wenige hundert Meter von bewohntem Gebiet in ein Feld. Acht Menschen sind tot. Sorge bereitet auch die gefährliche Fracht.

Flammen lodern an der Absturzstelle nahe Kavala im Nordosten Griechenlands. Foto: Ilias Kotsireas/InTime News via AP/dpa

Nahe der nordostgriechischen Stadt Kavala ist am späten Samstagabend ein Frachtflugzeug vom Typ Antonow An-12 abgestürzt. Medienberichten zufolge waren acht Menschen an Bord, niemand überlebte das Unglück.

Die Anwohner in der Umgebung wurden aufgefordert, die Fenster geschlossen zu halten und ihre Klimaanlagen nicht anzuschalten. Medienberichten zufolge hatte die Antonow zwölf Tonnen „toxisches Material“ geladen, es lägen giftige Dämpfe in der Luft, hieß es. Um was für Material genau es sich handelt, war zunächst nicht bekannt. Auch von geladener Munition wurde berichtet, zumal nach dem Absturz zahlreiche Explosionen zu hören gewesen waren.

Die Maschine soll im serbischen Nis gestartet und auf dem Weg nach Amman in Jordanien gewesen sein, als der Pilot Probleme mit einem Triebwerk meldete und eine Notlandung auf dem Flughafen Kavala beantragte. Dorthin schaffte es die Crew jedoch nicht mehr, der Flieger stürzte rund 40 Kilometer vom Flughafen entfernt ab. Beim Online-Flugtracker Flightradar24 zeigte die Flugroute, dass sich die Antonow bereits über der nördlichen Ägäis nahe der Halbinsel Chalkidiki befand und dann Richtung Kavala umkehrte.

Handy-Aufnahmen von Anwohnern dokumentierten, dass das Flugzeug schon vor dem Absturz brannte. Zunächst rückte ein Großaufgebot von Feuerwehr, Krankenwagen und Polizei an, dann zogen sich die Rettungskräfte von der Unglücksstelle zurück und forderten auch Journalisten und Zuschauer auf, die Gegend sofort zu verlassen. Man warte auf Spezialkräfte, zwei Kollegen seien mit Atembeschwerden ins Krankenhaus gebracht worden, sagte ein Feuerwehrmann dem Staatssender ERT.

Es sei großes Glück, dass die Maschine nicht über bewohntem Gebiet abgestürzt sei, sagten Augenzeugen des Unglücks aus dem Dorf Paleochori gegenüber Journalisten. Die Antonow sei sehr nah an Häusern vorbeigerast. Beim Absturz zerstörte das Flugzeug offenbar auch Strommasten, in den umliegenden Dörfern fiel vorübergehend der Strom aus.

© dpa-infocom, dpa:220717-99-50408/3

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