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In- und Ausland

Äußerungen von US-Botschafter irritieren die Bundesregierung

Politik

Montag, 4. Juni 2018 - 14:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Er will die Konservativen in Europa stärken und unterstellt der „politischen Klasse“, sie entscheide schon vor Wahlen, wer diese gewinnt - der neue US-Botschafter Richard Grenell wird bei seinem Antrittsbesuch im Auswärtigen Amt sein Verständnis von Diplomatie erläutern müssen.

Richard Allen Grenell, der neue US-Botschafter, nach der Akkreditierung durch Bundespräsident Steinmeier. Foto: Bernd von Jutrczenka

Die Bundesregierung verlangt von amerikanischer Seite Aufklärung darüber, wie die Äußerungen des neuen US-Botschafters Richard Grenell über die Stärkung der konservativen Kräfte in Europa zu verstehen sind.

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Zudem habe Grenell am kommenden Mittwoch bei seinem Antrittsbesuch im Auswärtigen Amt Gelegenheit, seine Äußerungen einzuordnen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin.

Grenell hatte der konservativen Plattform Breitbart London gesagt: „Ich denke, die Wahl von Donald Trump hat die Menschen befähigt zu sagen, dass sie es einfach nicht zulassen können, dass die politische Klasse (in Europa) vor einer Wahl entscheidet, wer diese gewinnt und wer kandidiert.“

Er fügte an, er sei von einer Reihe von Konservativen in Europa kontaktiert worden. „Ich möchte unbedingt andere Konservative in ganz Europa stärken.“ Der Aufschwung konservativer Ideen sei durch ein Scheitern linker Konzepte zu erklären. Es gilt als ungewöhnlich für Diplomaten, sich so deutlich politisch zu äußern.

SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel twitterte: „Europas Bürgerinnen und Bürger lassen sich von einem Trump-Vasallen nicht sagen, wie sie wählen sollen. Ein US-Botschafter, der sich derart in demokratische Auseinandersetzungen einmischt, ist einfach fehl am Platz.“

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