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Allianz-Unfallforscher: Hohe Unfallrisiken für Zweiradfahrer

Unfälle

Montag, 28. März 2022 - 11:43 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Unterföhring. Ob motorisiert oder mit Pedalkraft - Zweiräder liegen im Trend. Doch die Unfallgefahr ist erschreckend hoch. Vierzig Prozent der Verkehrstoten waren auf zwei Rädern unterwegs.

Eine Frau fährt bei Sonnenaufgang mit einem Fahrrad über eine Straße. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Rad- und Motorradfahrer leben auf Deutschlands Straßen gefährlicher als andere Verkehrsteilnehmer: Wer ein Zweirad mit oder ohne Motor fährt, hat nach einer Auswertung der Allianz ein deutlich höheres Risiko schwerer Unfälle als andere Verkehrsteilnehmer.

Insbesondere bei E-Bikes sind die Unfallzahlen in den vergangenen Jahren im Gegensatz zum allgemein rückläufigen Trend gestiegen, wie der Versicherer am Montag in Unterföhring bei München mitteilte. Auch E-Scooter seien vergleichsweise unfallträchtig.

„Wenn man weiterkommen will in der Verkehrssicherheit, müssen wir deutlicher die Verkehrsteilnehmer in den Mittelpunkt rücken, die den großen Anteil der Verkehrsunfälle ausmachen“, sagte Christoph Lauterwasser, der Leiter des Allianz Zentrums für Technik (AZT). Das AZT ist die getrennt vom Versicherungsbetrieb arbeitende Unfall- und Verkehrssicherheitsforschung des Unternehmens.

„In der EU gibt es insgesamt 6000 getötete Zweiradfahrer, in Deutschland waren es im vergangenen Jahr fast tausend“, sagte Lauterwasser. „Vierzig Prozent aller Verkehrstoten und 50 Prozent der Schwerverletzten sind Zweiradfahrer.“

Auf Fahrrädern seien demnach insbesondere die Älteren in Gefahr: 59 Prozent der getöteten Radfahrerinnen und Radfahrer sind über 64 Jahre. Grundlage der Studie sind amtliche Unfallstatistiken, eigene Daten und eine repräsentative Umfrage.

© dpa-infocom, dpa:220328-99-700669/3

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