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In- und Ausland

Amoklauf in Thailand: Soldat tötet mindestens 14 Menschen

Kriminalität

Samstag, 8. Februar 2020 - 17:29 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Bangkok. In Thailand hat ein Soldat mehr als ein Dutzend Menschen erschossen. Unter den Opfern soll auch sein Vorgesetzter sein. Später nimmt er in einem Einkaufszentrum Geiseln. Um ihn zur Aufgabe zu bewegen, bedient sich die Polizei ungewöhnlicher Methoden.

Ein von dem mutmaßlichen Mörder benutztes Gewehr liegt auf einer Straße in Korat. Foto: ---/XinHua/dpa

Ein Soldat hat bei einem Amoklauf in Thailand mindestens 14 Menschen getötet. Sicherheitskräfte bemühten sich um die Festnahme des Schützen, der in einem Einkaufszentrum mehrere Geiseln genommen haben soll, wie das Militär am Samstag mitteilte.

Das Tatmotiv sei noch unklar, sagte Kommandant Thanya Kiatsarn in der Mitteilung weiter. Die meisten Menschen wurden demnach in dem Einkaufszentrum Terminal 21 in der Provinz Nakhon Ratchasima rund 260 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bangkok getötet. Laut Medienberichten soll der Amoklauf aber auf dem nahe gelegenen Militärstützpunkt Surathampithak begonnen haben.

Thailändischen Medien zufolge stahl der Soldat dort Waffen und Munition und tötete zunächst seinen Vorgesetzten und weitere Militärangehörige, bevor er in einem gestohlenen Militärfahrzeug zu dem Einkaufszentrum fuhr. Dort habe er sich mit 16 Geiseln verschanzt. Videos in thailändischen Medien zeigten, wie Menschen am Abend aus der Ladenpassage flohen.

Der mutmaßliche Täter hat nach den Berichten seinen Amoklauf gefilmt und live bei Facebook gestreamt. Das Video wurde kurze Zeit später von der Plattform entfernt. Das Facebook-Konto des Soldaten wurde offensichtlich gesperrt.

Soldaten einer militärischen Spezialeinheit befanden sich laut einem Bericht der thailändischen Tageszeitung „Khao Sod“ am Abend noch in dem Einkaufszentrum, um den Schützen zu fassen. Polizisten begleiteten zudem die Mutter des Soldaten zum Ort des Vorfalls. Man hoffe, dass sie ihren Sohn zur Aufgabe bewegen könne, hieß es weiter.

Die örtliche Polizei wies die Anwohner an, ihre Häuser und Wohnungen nicht zu verlassen und sich von den Tatorten fernzuhalten. Die Straßen um das Einkaufszentrum herum wurden zunächst abgesperrt.

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