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In- und Ausland

Anleger halten vor EZB-Entscheidungen die Füße still

Börsen

Donnerstag, 25. Juli 2019 - 12:32 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Frankfurt/Main. Der deutsche Aktienmarkt hat sich nach der jüngsten Rally eine Verschnaufpause gegönnt. Kurz vor wichtigen geldpolitischen Entscheidungen war der Leitindex Dax am Donnerstag zwischenzeitlich ins Minus gerutscht und lag am Mittag minimal höher bei 12.527,04 Punkten.

Der Handelssaal der Börse in Frankfurt. Foto: Frank Rumpenhorst

Etwas auf die Stimmung drückte der überraschend starke Rückgang des Ifo-Geschäftsklimaindex im Juli. Der MDax der mittelgroßen Werte bewegte sich mit plus 0,02 Prozent auf 26.295,74 Punkte ebenfalls kaum vom Fleck. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zog um knapp 0,5 Prozent an.

Zuletzt hatte insbesondere die Erwartung unterstützender Maßnahmen der großen Notenbanken die Aktienkurse befeuert. Mit einem Zinsschritt rechnen die meisten Experten an diesem Donnerstag aber noch nicht.

Nach Einschätzung des Chefvolkswirts der Landesbank Baden-Württemberg, Uwe Burkert, dürfte sich die Europäische Zentralbank generell ein Stück weit an der Geldpolitik in den USA orientieren. „Die EZB wird warten, bis die Fed liefert und dann schauen, wie sie ihre Maßnahmen ausgestaltet“, sagte Burkert.

Daneben richtete sich das Interesse auf die Quartalsberichte der Unternehmen. Am Vorabend hatte bereits die Deutsche Börse ihr Zahlenwerk veröffentlicht. Bei dem Unternehmen laufen die Geschäfte weiter rund. Im zweiten Quartal profitierte der Börsenbetreiber einmal mehr von dem hohen Absicherungsbedarf vieler Investoren. Damit stiegen die Aktien im Dax um gut 2 Prozent.

Der Chemiekonzern BASF bleibt nach seinen erst jüngst deutlich gekappten Jahresziele pessimistisch. „Die weltweiten Risiken haben in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen“, sagte Unternehmenschef Martin Brudermüller. Für die Papiere ging es um rund 2 Prozent nach unten.

Im MDax stiegen die Anteilsscheine von Kion um fast 5 Prozent. Der Gabelstapler-Hersteller bestätigte nach einem überraschend guten zweiten Quartal - anders als der Konkurrent Jungheinrich - die Prognose.

Qiagen aber dämpfte die Erwartungen an Umsatz und Gewinn im laufenden Jahr. Der Biotech-Konzern begründete die schwächeren Aussichten mit Problemen in einer Partnerschaft in China. Die Qiagen-Papiere sackten um knapp 5 Prozent ab.

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