Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
In- und Ausland

Aufenthaltstitel für „versklavte Frauen“ gefordert

Migration

Donnerstag, 23. November 2017 - 11:39 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Die Bundesregierung hat einen Fünf-Punkte-Plan gegen Gewalt an Frauen vorgestellt. Der Fokus richtet sich dabei auf Prävention in Afrika, aber auch auf den Kampf gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution in Deutschland. 

Die Schauspielerin Maria Furtwängler setzt sich für Frauen in Not ein. Foto: Martin Schutt/Archiv

Es sei nicht zu akzeptieren, dass es auch in Deutschland „versklavte Frauen“ gebe, sagte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) am Donnerstag in Berlin bei einer Konferenz anlässlich des Internationalen Tages zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen (25. November).

Anzeige

Die Gründerin der Hilfsorganisation Solidarität mit Frauen in Not (Solwodi), Ordensschwester Lea Ackermann, forderte gesicherte Aufenthaltstitel für ehemalige Zwangsprostituierte, die als Zeuginnen vor Gericht gegen Menschenhändler aussagen. Solwodi betreibt in Deutschland Beratungsstellen und neun Schutzhäuser. Alleine im vergangenen Jahr hätten dort 2 300 Frauen aus 104 Ländern Hilfe gesucht. Zudem unterhält die Hilfsorganisation Beratungs- und Ausbildungszentren in Kenia, Ghana und Nigeria.

Die Schauspielerin Maria Furtwängler sagte, eine der Ursachen von Gewalt gegen Frauen sei die Art und Weise, wie Mädchen und Frauen in den Medien dargestellt würden. Selbst Berichte über Sexismus und sexuelle Gewalt würden häufig mit Bildern illustriert, die Frauen in erotischen Posten oder leicht bekleidet zeigten. Dies sei zuletzt wieder in der Affäre um den Filmproduzenten Harvey Weinstein deutlich geworden, die unter dem Hashtag #MeToo eine internationale Debatte ausgelöst hatte.

Fünf-Punkte-Plan gegen Gewalt an Frauen vorgestellt. Foto: epa Ulises Rodriguez/Symbolbild

Ihr Kommentar zum Thema

Aufenthaltstitel für „versklavte Frauen“ gefordert

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha

Anzeige
Anzeige