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In- und Ausland

Auftakt im Prozess um manipulierten Zinssatz Euribor

Prozesse

Montag, 9. April 2018 - 05:52 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa London. Im Skandal um manipulierte Zinssätze stehen ab heute mehrere ehemalige Händler von Großbanken in London vor Gericht. Der ehemalige Deutsche-Bank-Händler Christian Bittar hat sich bereits schuldig bekannt, den europäischen Referenzzinssatz Euribor manipuliert zu haben.

Der ehemalige Deutsche-Bank-Händler Christian Bittar hat sich bereits schuldig bekannt, den europäischen Referenzzinssatz Euribor manipuliert zu haben. Foto: Daniel Reinhardt/Symbol

Mit den Tricksereien konnten sich Banken Millionen an Extragewinnen erschleichen - den Händlern winkten erhebliche Boni-Zahlungen.

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Bittar hatte vor Jahren für Schlagzeilen gesorgt, da er für das Jahr 2008 sagenhafte 80 Millionen Euro Bonusanspruch angehäuft hatte. Sein Arbeitsvertrag garantierte ihm einen festen Prozentsatz der von ihm erzielten Spekulationsgewinne. Die Hälfte des Rekordbonus behielt die Bank aber wegen der Ermittlungen in Sachen Zinsmanipulation ein. Für den Prozess sind drei Monate angesetzt, mit einem Urteil wird im Sommer gerechnet.

Die Referenzzinssätze geben an, zu welchen Konditionen sich Banken gegenseitig Geld leihen. Sie sind Maßstab für Geschäfte in Billionenhöhe - vom Baukredit bis zu Derivate-Geschäften, etwa auf Rohstoffe. Auch der für Geschäfte in Dollar wichtige Zinssatz Libor war manipuliert worden. Die Deutsche Bank einigte sich dafür 2015 mit Behörden in Großbritannien und den USA auf eine Rekordbuße von 2,5 Milliarden US-Dollar.

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