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In- und Ausland

BGH urteilt zu weiblicher Anrede in Formularen

Urteile

Dienstag, 13. März 2018 - 05:41 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Karlsruhe. Der Bundesgerichtshof (BGH) verkündet heute sein mit Spannung erwartetes Urteil zur weiblichen Anrede in Formularen. Die obersten deutschen Zivilrichter entscheiden über die Klage einer Sparkassen-Kundin aus dem Saarland.

Der BGH verhandelt über die Klage einer Rentnerin, die erreichen will dass Sparkassen auf ihren Formularen auch die weibliche Form von Kontoinhaber, also Kontoinhaberin, nennen müssen. Foto: Uli Deck

Klägerin Marlies Krämer (80) fühlt sich mit männlichen Formulierungen wie „Kunde“ oder „Kontoinhaber“ nicht angesprochen und pocht auf die Ansprache als „Kundin“ oder „Kontoinhaberin“. Für den BGH geht es im Kern darum, ob die Klägerin durch die unweibliche Ansprache wegen ihres Geschlechts benachteiligt wurde (VI ZR 143/17). In den Vorinstanzen war die Seniorin erfolglos. Das Landgericht Saarbrücken sah es wie die beklagte Sparkasse: Danach würden schwierige Texte durch die Verwendung beider Geschlechter nur noch komplizierter.

Marlies Krämer machte in der Vergangenheit wiederholt als engagierte Vorkämpferin für Frauenrechte von sich reden: So sammelte sie erfolgreich Unterschriften für weibliche Wetter-Hochs - davor wurden Frauennamen nur für Tiefs verwendet.

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