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In- und Ausland

Begrüßungsfeier für einst entführte „Landshut“ am Bodensee

Geschichte

Samstag, 23. September 2017 - 09:02 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Friedrichshafen. Sie war schon ein Fall für die Schrottpresse. Doch der einst von Terroristen entführten Lufthansa-Maschine „Landshut“ wird neues Leben eingehaucht - als Museumsstück. Heute wird sie am Bodensee-Airport in Friedrichshafen empfangen.

Die frühere Lufthansa-Maschine „Landshut“ steht zur Demontierung auf dem Flughafen in Fortaleza in Brasilien. Foto: Paulo Wagner

Mehrere tausend Schaulustige werden heute zur Ankunft der vor 40 Jahren von Terroristen entführten Lufthansa-Maschine „Landshut“ in Friedrichshafen erwartet.

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Die seit 2008 nicht mehr flugfähige Boeing 737 wird in Einzelteilen von einer Antonow 124 - das größte in Serie gebaute Frachtflugzeug der Welt - sowie einer Iljuschin 76 von Brasilien nach Deutschland gebracht. Die Maschine war im brasilanischen Fortaleza auf einem Flugzeug-Friedhof abgestellt.

Künftig soll die „Landshut“ im Dornier-Museum neben dem Bodensee-Airport in Friedrichshafen besichtigt werden können. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der teils verrotteten Maschine sollen rund zwei Jahre dauern.

Das Museum feiert die Ankunft mit einem Tag der offenen Tür. Erwartet wird neben anderen der damalige Co-Pilot Jürgen Vietor. Er musste die Maschine im Oktober 1977 vom südjemenitischen Aden nach Mogadischu in Somalia fliegen, nachdem Flugkapitän Jürgen Schumann von den mit der Roten Armee Fraktion (RAF) verbündeten Entführern erschossen worden war. Im Mogadischu befreite die Spezialeinheit GSG 9 die Geiseln am 18. Oktober 1977.

Hier spielte sich vor 40 Jahren das Drama von Mogadischu ab: Innenraum der früheren Lufthansa-Maschine „Landshut“. Foto: Paulo Wagner

Cockpit der vor 40 Jahren von Terroristen entführten Lufthansa-Maschine „Landshut“. Foto: Paulo Wagner

GSG-9-Kommandeur Ulrich Wegener (l.) mit einer Einheit der Spezialeinsatztruppe: Die Elitesoldaten stürmten im Oktober 1977 die entführte "Landshut" in Mogadischu. Foto: Roland Scheidemann

Die am 13. Oktober 1977 entführte "Landshut" nach der Landung in Mogadischu. Foto: Archiv

„Landshut“-Co-Pilot Jürgen Vietor und die verletzte Stewardess Gabi Dillmann nach ihrer Ankunft aufs dem Frankfurter Flughafen. Foto: Heinz Wieseler

Der Lufthansa-Krisenstab zur Entführung der LH-Boeing 737 "Landshut" tagt am 14.10.1977 auf dem Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt. Foto: UPI

Der linke Flügel der „Landshut“ wird abgebaut. Foto: Paulo Wagner

Demontiert: Die frühere Lufthansa-Maschine „Landshut“ ohne Flügel. Foto: Paulo Wagner

Sitzreihen der vor 40 Jahren von Terroristen entführten „Landshut“ auf dem Flughafen in Fortaleza (Brasilien). Foto: Paulo Wagner

Auch die Triebwerke der „Landshut“ wurden demontiert. Foto: Paulo Wagner

Nach der Befreiung der Geiseln aus der entführten Lufthansa-Maschine "Landshut" in Mogadischu gibt der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt eine Regierungserklärung ab. Foto: Heinrich Sanden


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