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In- und Ausland

Bewohner aus evakuiertem Dorf Alt Jabel können zurückkehren

Brände

Samstag, 6. Juli 2019 - 08:32 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/mv Lübtheen. Die Rückkehr nach Alt Jabel steht an: Fast eine Woche nach Ausbruch des verheerenden Waldbrandes auf einem Truppenübungsplatz in Südwestmecklenburg können die Bewohner bald in ihre Häuser zurück. Doch in dem Gebiet sind wichtige Verbote zu beachten.

Ein Wasserwerfer der Bundespolizei spritzt Löschwasser in der Nähe der Ortschaft Alt Jabel auf Glutnester in einem abgebrannte Waldstück. Foto: Bodo Marks

Die 260 Bewohner des wegen des verheerenden Waldbrandes in Südwestmecklenburg evakuierten Dorfes Alt Jabel konnten am Samstagmorgen (8.00 Uhr) zurückkehren.

Wie eine Sprecherin des Landkreises Ludwigslust-Parchim am Freitagabend sagte, habe sich die Lage entspannt: „Es gibt noch Glutnester, aber das Feuer ist weit genug entfernt.“ Die Bundeswehr werde sich am Samstag langsam zurückziehen. Die Freigabe des Ortes gilt aber erst einmal nur für die Einwohner.

Die Zufahrtsstraßen werden laut Landkreis nur für sie geöffnet. Das Gebiet um Lübtheen solle weiterhin weiträumig umfahren werden, um die Einsatzkräfte nicht zu behindern. Das Betreten des betroffenen Waldstücks sei wegen Lebensgefahr nach wie vor verboten - es könne immer noch zu Detonationen kommen.

In die anderen drei evakuierten Dörfer - Trebs, Jessenitz-Werk und Volzrade - am Rande des hochgradig mit Munition belasteten Truppenübungsplatzes hatten die Bewohner bereits am Mittwoch zurückkehren dürfen. Die Einwohner von Alt Jabel waren die ersten, die ihren Wohnort am Sonntag nach Ausbruch des Brandes verlassen mussten, und können Samstag als letzte wieder nach Hause, wie der Landkreis weiter mitteilte.

Der Brand hatte sich bei großer Hitze, angetrieben von kräftigen Winden, rasch ausgebreitet. Als Ursache des Feuers vermuten die Behörden vorsätzliche Brandstiftung und ermitteln dazu. Die Belastung des brennenden Waldgebietes mit Munition erschwert die Löscharbeiten erheblich.

Unterdessen war am Freitagabend bekanntgegeben worden, dass der Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Stefan Sternberg (SPD), davon ausgeht, dass am Montag der Katastrophenfall für beendet erklärt werden könne. Die Bundeswehr werde sich am Wochenende aus dem Einsatzgebiet zurückziehen, ihre Löschhubschrauber hätten den Einsatz bereits am Freitagabend beendet. Aktuell sei der Brand auf eine Fläche von 560 Hektar eingedämmt worden, hieß es weiter.

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