Brennende Barrikaden nach linker Demonstration in Leipzig

dpa Leipzig. Eine Demonstration der linken Szene in Leipzig endet mit brennenden Paletten und Mülltonnen. Zuvor hatten Teilnehmer immer wieder Steine unter anderem auf ein Gebäude der Polizei geworfen.

Brennende Barrikaden nach linker Demonstration in Leipzig

Maskierte Demo-Teilnehmer stehen hinter einer Barrikade. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Nach dem offiziellen Ende der „Wir sind alle LinX“-Demonstration sind im Leipziger Stadtteil Connewitz Barrikaden errichtet und angezündet worden. Vermummte Personen zogen Holzpaletten, Verkehrsschilder sowie Mülltonnen auf die Straße und entzündeten diese.

Die Polizei fuhr in der Folge Wasserwerfer am Connewitzer Kreuz auf. Die Fahrzeuge wurden nach Beobachtung eines dpa-Fotografen mit Steinen beworfen. Am Connewitzer Kreuz hatte die „LinX“-Demo geendet. Laut Polizei hatten sich in der Spitze bis zu 3500 Menschen daran beteiligt.

Entlang der Demoroute sammelten einzelne ebenfalls maskierten Teilnehmer immer wieder Pflastersteine auf und schleuderten diese gegen verschiedene Gebäude. Das Gebäude der Polizeidirektion Leipzig wurde mit Bierflaschen und Böllern beworfen. Auch mehrere Bankgebäude und die Fassade eines Hauses mit Studentenappartements wurden mit Steinen beschmissen.

Anlass des Aufzugs war der Prozess gegen die Studentin Lina E. und drei Männer, denen die Bundesanwaltschaft die Bildung einer kriminellen Vereinigung und Angriffe auf mutmaßliche Rechte vorwirft. Es wurde die Freilassung von Lina E. gefordert. Man gehe auf die Straße für Antifaschismus und gegen Nazis, sagte eine Rednerin.

Die Polizei begleitete die Demonstration mit einem Großaufgebot. Es waren Beamte aus Sachsen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie die Bundespolizei im Einsatz. Ein Hubschrauber kreiste über der Stadt, mehrere Wasserwerfer standen bereit.

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