In- und Ausland

Bundesweit Warnstreiks bei der Post

Dienstleistungen

Donnerstag, 10. September 2020 - 09:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Wenn heute nicht wie erwartet das ersehnte Paket kommt, könnte das an einem Warnstreik der Post-Angestellten liegen.

Ein Schild der Gewerkschaft Verdi mit der Aufschrift "Heute Streik" steht vor einer Deutsche-Post-DHL-Niederlassung. Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Im Tarifkonflikt haben Beschäftigte der Post am Donnerstagmorgen an verschiedenen Standorten bundesweit ihre Arbeit niedergelegt.

Beispielsweise in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Hamburg folgten Verdi-Mitglieder dem Aufruf zum Warnstreik der Dienstleistungsgewerkschaft. Auch in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen rief Verdi zu Warnstreiks auf. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 140.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post AG.

In den bisherigen Tarifgesprächen liegen die beiden Parteien noch weit auseinander. Nach Angaben der Gewerkschaft wollte die Deutsche Post ihren Beschäftigten zuletzt 1,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate anbieten. Dagegen hält Verdi an einer Einkommenserhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten fest. Zudem sollen Azubis und Dual-Studierende eine monatliche Erhöhung von 90 Euro erhalten. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 21./22. September statt. Die Post will dann ein konkretes Angebot vorlegen.

Durch den Warnstreik könnten etwa in Hamburg bis zu 16.000 Pakete nicht zugestellt werden, wie die Gewerkschaft am Donnerstag mitteilte. Davon seien rund 400.000 Haushalte und Firmenkunden betroffen. In Sachsen und Sachsen-Anhalt sollen Gewerkschaftsangaben zufolge im Tagesverlauf insgesamt 800 Menschen ihre Arbeit niederlegen.

In dem Tarifkonflikt hatten schon am Mittwoch Post-Mitarbeiter bei einem Warnstreik die Arbeit niedergelegt.

© dpa-infocom, dpa:200910-99-501213/2

Ihr Kommentar zum Thema

Bundesweit Warnstreiks bei der Post

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha