In- und Ausland

Elektronikhändler Ceconomy übertrifft Erwartungen

Mittwoch, 26. Oktober 2022 - 13:39 Uhr

von dpa

© Armin Weigel/dpa

Der Elektronikhändler Ceconomy hat sich mit seinen Ketten Media Markt und Saturn in der Konsumflaute bislang besser behauptet als erwartet - nicht zuletzt dank zusätzlicher Werbung. Insgesamt steigerte der Handelsriese seinen Umsatz im Ende September abgelaufenen 4. Quartal des Geschäftsjahres 2021/22 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 1,3 Prozent auf gut 5,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Der Konzern übertraf dadurch sowohl die eigenen Prognosen, als auch die Erwartungen der Analysten. Diese hatten mit einem Umsatzrückgang gerechnet.

„Unsere robuste Entwicklung zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres zeigt, dass unsere Maßnahmen greifen“, sagt Ceconomy-Chef Karsten Wildberger. Dies sei nicht zuletzt auf verstärkte und fokussierte neue Marketingkampagnen zurückzuführen. Allerdings hinterließ die Verkaufsoffensive Spuren beim Gewinn. Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebit) liege im 4. Quartal unter dem Vorjahresniveau, berichtete der Konzern. Der positive Effekt der gestiegenen Umsätze werde durch die niedrigeren Produktmargen mehr als wettgemacht.

Erholung nach Lockdown

Für das gesamte Geschäftsjahr 2021/22 meldete Ceconomy ein Umsatzplus von 1,9 Prozent auf 21,8 Milliarden Euro. Der Konzern hatte zuvor eine Stagnation prognostiziert. Media Markt uns Saturn profitierten von der Erholung des stationären Geschäfts nach dem Ende der Lockdowns und dem damit verbundenen deutlichen Wachstum des Geschäfts mit Service-Angeboten wie Reparaturen oder Versicherungen. Besonders groß war den Angaben zufolge die Nachfrage nach Haushaltsgroßgeräten wie Waschmaschinen oder Kühlschränken und nach Telekommunikationsprodukten. Der Umsatzanteil des Online-Geschäfts lag mit 5,3 Milliarden Euro bei 24,6 Prozent und damit fast doppelt so hoch wie vor der Corona-Pandemie.

Das bereinigte Ebit für das Gesamtjahr dürfte mit rund 200 Millionen am oberen Ende der bislang ausgegebenen Spanne von 150 Millionen bis 210 Millionen Euro liegen. Der Elektronikhändler hatte allerdings bereits Ende Juli wegen einer mauen Konsumstimmung und der hohen Inflation seine Ziele gesenkt.


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