Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
In- und Ausland

Chef: Osram bleibt eigenständiges deutsches Unternehmen

Industrie

Freitag, 5. Juli 2019 - 12:32 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa München. Das deutsche Unterhemen Osram wird voraussichtlich an US-Finanzinvestoren verkauft. Nun versuchen Vorstand und Aufsichtsrat des Münchner Beleuchtungsherstellers die Mitarbeiter zu motivieren und zu beruhigen.

Für die Angst, Osram könne in die Hände von Heuschrecken fallen, gibt es laut Chef Berlien keinen Anlass. Foto: Matthias Balk

Der Vorstand des Beleuchtungsherstellers Osram wirbt für die Übernahme des Unternehmens durch zwei US-Finanzinvestoren.

Für die Aktionäre sei der angebotene Preis von knapp 3,4 Milliarden Euro „sehr attraktiv“, sagte Chef Olaf Berlien. Für das Münchner Unternehmen mit seinen 26.000 Mitarbeitern bietet sich nach den Worten Berliens die Chance, Investitionen zu finanzieren, für die Osram ansonsten kein Geld hätte: „Wir haben Zugang zu Kapital, die wir heute nicht haben mit unserer Firepower.“

Die zwei Investoren Bain Capital und Carlyle betonten in ihrer Stellungnahme ebenfalls, dass sie „umfangreiche Investitionen in zukunftsweisende Technologien“ tätigen wollten. Sie wollen Osram von der Börse nehmen.

Bain Capital und Carlyle bieten den Aktionären 35 Euro je Aktie, die Frist läuft bis Anfang September. Bedingung ist, dass die Eigentümer von 70 Prozent der Aktien zustimmen. Berlien betonte, dass die zwei US-Unternehmen die Übernahme großenteils mit eigenem Geld finanzieren wollen und nicht auf Kredit: 2,6 Milliarden Euro steuerten Bain Capital und Carlyle selbst bei.

Damit handelt es sich nach Berliens Worten nicht um einen „klassischen leveraged buyout“ - einen Unternehmenskauf auf Pump. Diese Praxis hat Übernahmen durch Finanzinvestoren in Verruf gebracht, weil manche Fonds den übernommenen Unternehmen anschließend ihre Schulden aufdrücken und mit scharfen Renditevorgaben oder Verkauf in Einzelteilen versuchen, Gewinn zu machen.

Für die Angst, Osram könne in die Hände von Heuschrecken fallen, gibt es laut Berlien bei Bain Capital und Carlyle keinen Anlass: „Osram bleibt ein eigenständiges Unternehmen“, sagte er. „Die Patente und Technologien bleiben bei uns. (...) Osram-Standort bleibt Deutschland.“

Ihr Kommentar zum Thema

Chef: Osram bleibt eigenständiges deutsches Unternehmen

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha