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Corona-Drama auf Kreuzfahrtschiff „Zaandam“ spitzt sich zu

Schifffahrt

Mittwoch, 1. April 2020 - 02:40 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Fort Lauderdale/Berlin. Das Tauziehen um das Schicksal von mehreren Tausend Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffs „Zaandam“ auf seinem Weg nach Florida geht weiter. Nun will sich US-Präsident Trump einschalten.

„Es sind schon vier Gäste gestorben und ich befürchte, dass weitere Menschenleben auf dem Spiel stehen“, schreibt der Präsident der Reederei Holland America Line auf der Internetseite des Unternehmens. Foto: Arnulfo Franco/AP/dpa

Nachdem Floridas Gouverneur Ron Desantis erklärt hatte, er wolle das Schiff mit seinen inzwischen acht Corona-Infizierten nicht in den Hafen von Fort Lauderdale einlaufen lassen, stellte sich inzwischen auch die Bezirkskommission quer.

„Heute keine Entscheidung“, twitterte das Gremium des Broward County am Dienstagabend (Ortszeit). An den von der Reederei eingereichten Plänen müsse „noch mehr gearbeitet werden“.

Der Präsident der Reederei Holland America Line, Orlando Ashford, warnte unterdessen vor weiteren Todesfällen auf dem Schiff. „Es sind schon vier Gäste gestorben und ich befürchte, dass weitere Menschenleben auf dem Spiel stehen“, schrieb er auf der Internetseite seines Unternehmens, das die „Zaandam“ und das Schwesterschiff „Rotterdam“ betreibt. Beide Schiffe sind derzeit zusammen unterwegs in der Karibik und haben 2500 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord, darunter etwa 80 Deutsche.

Die Zahl der Corona-Infizierten auf der „Zaandam“ ist nach Angaben Ashfords inzwischen auf acht gestiegen. 193 Personen hätten Grippe-Symptome.

Die beiden Schiffe nahmen trotz der Absage des Gouverneurs weiter Kurs auf Florida. Die Verwaltung des Hafens von Fort Lauderdale hatte sich zuletzt offen für eine Aufnahme des Schiffes gezeigt, aber mehrere Bedingungen zu Versorgung und Abtransport der Passagiere gestellt. Es wurde damit gerechnet, dass die „Zaandam“ und die „Rotterdam“ am Mittwochabend oder Donnerstagmorgen (Ortszeit) in Fort Lauderdale eintreffen.

Nun will sich auch US-Präsident Donald Trump einschalten. Trump sagte, er werde bald mit Floridas Gouverneur Ron DeSantis sprechen. „Ich werde tun, was das Richtige ist - nicht nur für uns, sondern für Menschlichkeit.“ Der Präsident fügte hinzu: „Es gibt Menschen, die auf dem Schiff sterben oder zumindest sehr krank sind.“

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