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In- und Ausland

Corona-Krise brockt Airbus Milliardenverlust ein

Luftverkehr

Donnerstag, 30. Juli 2020 - 07:52 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Toulouse. Die Corona-Krise hat die Luftfahrtbranche in ihre schlimmste Krise gestürzt. Maschinen bleiben am Boden, der Bedarf nach neuen Flugzeugen ist begrenzt. Das geht auch am Luftfahrtgiganten Airbus nicht spurlos vorbei.

Ein Mitarbeiter des Flugzeugbauers Airbus arbeitet im Airbus-Werk im westfranzösischen Bouguenais. Foto: Loic Venance/AFP/dpa

Die Corona-Krise hat den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen gerissen.

Weil die Zahl der Flugzeugauslieferungen einbrach, stand unter dem Strich ein Verlust von mehr als 1,4 Milliarden Euro, wie der Konkurrent des US-Konzerns Boeing in Toulouse mitteilte.

Ein Jahr zuvor hatte hier noch ein Gewinn von knapp 1,2 Milliarden Euro gestanden.

Jetzt will der Konzern die Produktion seines jüngsten Langstreckenjets A350 noch stärker zurückfahren als geplant. Statt sechs sollen nur noch fünf Maschinen des Typs pro Monat die Werkshallen verlassen. Das entspricht rund der Hälfte des Vorkrisenniveaus.

In der schwierigen Lage will Airbus-Chef Guillaume Faury vor allem den Geldabfluss im Konzern stoppen. Übernahmen und Finanzierungen für Kunden herausgerechnet, solle im zweiten Halbjahr unter dem Strich kein Geld mehr aus dem Konzern abfließen, kündigte der Manager an. Eine neue Prognose für Umsatz und Ergebnis im laufenden Jahr wagte er weiterhin nicht.

© dpa-infocom, dpa:200730-99-975603/2

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