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In- und Ausland

Coronavirus: Mehr Tote als durch Sars

Krankheiten

Sonntag, 9. Februar 2020 - 02:49 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Peking. Nach einem Zwischenstopp in Oxford sollen die Rückkehrer aus der schwer betroffenen Stadt Wuhan heute in Berlin ankommen. In China steigt die Zahl der Opfer und Infizierten weiter an.

Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde besuchen eine Quarantänte-Station in der Gemeinde Taojiazhen in China. Foto: Liu Chan/XinHua/dpa

Die Zahl der Todesopfer durch das neue Coronavirus hat die der Sars-Pandemie vor 17 Jahren überstiegen. Mit 89 neuen Todesfällen durch die Lungenerkrankung, die Chinas Gesundheitsbehörde bestätigte, kletterte die Gesamtzahl der Opfer weltweit auf 813.

An dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom (Sars) waren 2002/2003 laut WHO 8096 Menschen erkrankt und weltweit 774 gestorben. Allein in Festland-China und Hongkong hatte es 648 Todesfälle geben.

Unterdessen machte sich eine britische Chartermaschine mit deutschen Rückkehrern aus der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Millionenstadt Wuhan auf den Weg nach Großbritannien. Das Flugzeug mit 200 Briten und weiteren Staatsbürgern an Bord habe am Mrgen um 3.20 Uhr (Ortszeit; 20.20 Uhr MEZ Samstagabend) in Wuhan abgehoben, teilte das Außenministerium in London mit. Es sollte am Sonntagmorgen auf dem britischen Militärflughafen in der Nähe von Oxford landen.

Das Auswärtige Amt twitterte am Samstagabend mit einem Dank an die britischen Behörden: „An Bord einer britischen Chartermaschine sind Deutsche und Familienangehörige aus Wuhan auf dem Weg in die Heimat.“ In Berlin werden am Sonntagvormittag etwa 20 deutsche Staatsbürger aus Wuhan erwartet. 

Die Zahl der bestätigten Infektionen durch das Virus stieg am Sonntag in China um weitere 2656 auf 37.198 Fälle. Außerhalb Chinas sind bislang mehr als 300 bestätigte Infektionen bestätigt, davon 14 in Deutschland. 

Bis auf ein Opfer auf den Philippinen und eines in der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong haben sich alle Todesfälle auf dem chinesischen Festland ereignet - die meisten in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo das Virus in der Stadt Wuhan ursprünglich ausgebrochen war. In der Provinz kamen bislang 780 Menschen ums Leben. 

In Tegel werden die Rückkehrer aus Wuhan laut Gesundheitsverwaltung von einem Amtsarzt in Empfang genommen. Er soll prüfen, ob bei Passagieren während des Fluges Symptome aufgetreten sind. Sie sollen dann in einem Isolierbereich in den Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes im Stadtteil Köpenick am südöstlichen Stadtrand von Berlin untergebracht werden. Alle Passagiere würden auf das Coronavirus getestet. Mit einem Ergebnis wird für Montagmittag gerechnet. 

Die Rückkehrer sollen nach den derzeitigen Plänen 14 Tage in dem Krankenhaus bleiben, untersucht und gegebenenfalls behandelt werden. Vor gut einer Woche waren bereits rund 100 deutsche Staatsbürger und Familienangehörige mit einer Maschine der Bundeswehr in Frankfurt am Main angekommen.

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