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In- und Ausland

DIHK fordert mehr Tempo beim Breitbandausbau

Internet

Sonntag, 1. April 2018 - 09:22 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. DIHK-Präsident Eric Schweitzer fordert mehr Tempo und weniger Bürokratie beim Ausbau des schnellen Internets. Der Chef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) sagte der dpa: „Wir müssen beim Netzausbau auch kreativer werden. Sonst kommen wir aus den Engpässen nicht heraus.“

Glasfaser-Kabeltrommel vor einem Verteilerkasten: Die Wirtschaft fordert mehr Tempo und weniger Bürokratie beim Ausbau. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Beim Breitbandausbau schlage sowohl bei der Planung als auch bei der Verlegung der Glasfaserverbindungen der Fachkräftemangel zu. „Die Genehmigungsverfahren müssen entbürokratisiert, parallele Zuständigkeiten verschiedener staatlicher Ebenen entflochten werden. Wir können uns auch vorstellen, Glasfaser verstärkt über Micro-Trenching zu verlegen.“

Dabei müssten die Kabel nur mit einem schmalen Schnitt in den Asphalt gepresst und nicht aufwendig mit Erdaushub verbuddelt werden. „Das alles bringt mehr Tempo, das wir dringend brauchen“, sagte Schweitzer.

Der Schwerpunkt der neuen Bundesregierung, Gewerbegebiete vorrangig an das Glasfasernetz anzubinden, sei ein wichtiger Schritt. „Mittelfristig müssen wir im gesamten Land alle Gebäude und 5G-Mobilfunkstandorte an das Glasfasernetz anschließen. Auf diese Leitlinie sollte die Politik auch ihre Förderpolitik und den gesetzlichen Rahmen ausrichten.“ Die große Koalition will bis 2025 einen flächendeckenden Ausbau mit Gigabit-Netzen erreichen.

Zum Start der neuen Regierung nach der langen Regierungsbildung sagte Schweitzer: „Ich bin erleichtert, dass es nun endlich los gegangen ist.“ Es gebe eine Reihe drängender Themen. Der DIHK-Präsident nannte neben der Digitalisierung die Bildungspolitik sowie eine betriebsnahe praktische Aus- und Weiterbildung. Er bekräftigte zudem die Forderung nach einem wettbewerbsfähigen Steuersystem. „Das ist aus unserer Sicht auch überfällig. Denn wir drohen sonst im direkten Vergleich zu Ländern wie den USA, Frankreich und Großbritannien ins Hintertreffen zu geraten.“

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