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DWD: 2020 war auch weltweit zweitwärmstes Jahr

Wetter

Dienstag, 9. März 2021 - 13:15 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Offenbach. Die Folgen des Klimawandels war 2020 auch in Deutschland deutlich spürbar. Laut Experten war es acht Monate zu trocken und vier Monate zu nass. Und diese Klimaextreme dürften erst der Anfang sein.

Der Einfluss des Klimawandels auf das Wetter in Deutschland und weltweit wird nach Einschätzung von Experten immer deutlicher erkennbar. Foto: Friso Gentsch/dpa

Der Einfluss des Klimawandels auf das Wetter in Deutschland und weltweit wird nach Einschätzung von Experten immer deutlicher erkennbar.

So war das Jahr 2020 nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nicht nur das zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland, sondern auch weltweit. Die Meereisfläche in der Arktis erreichte im September 2020 nach 2012 ihren zweitniedrigsten Wert, wie DWD-Präsident Gerhard Adrian, der auch Präsident der Weltorganisation für Meteorologie ist, am Dienstag bei der Vorstellung der Klimadaten sagte.

Weltweit konnte erneut eine Intensivierung und Zunahme von Wetterextremen beobachtet werden. So habe es in der Sahel-Region, um das Horn von Afrika sowie in Indien, Pakistan und China 2020 besonders viel Niederschlag gegeben, der regional um 500 Prozent über dem vieljährigen Mittel gelegen habe. Vom 1. Januar bis 17. November 2020 wurden zudem weltweit 96 tropische Stürme registriert. Im Nordatlantik waren es mit 30 Stürmen mehr als doppelt so viele wie dort typisch sind.

In Deutschland sei das Jahr 2020 in acht Monaten zu trocken und in vier Monaten zu nass gewesen, bilanzierte der DWD-Klimaexperte Thomas Deutschländer. Wie schon 2019 waren elf der zwölf Monate zu warm - verglichen mit der Referenzperiode 1961-1990. Auch wenn Spitzenwerte von mehr als 40 Grad nicht wie im Jahr 2019 erreicht wurden, hatten die hochsommerlichen Temperaturen in Verbindung mit Trockenheit negative Auswirkungen auf die Landwirtschaft, betonte er. „Insgesamt betrachtet verstärken die vergangenen drei Jahre die Befürchtungen der Klimaforschung, dass wir künftig immer öfter mit Wetter- und Klimaextremen rechnen müssen.“

© dpa-infocom, dpa:210309-99-749342/2

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